Question: Wer gehörte zur Widerstandsgruppe Weiße Rose?

Die Geschichte von Sophie Scholl, die im Dritten Reich zur Widerstandsgruppe Die Weiße Rose gehörte, ist auch über 75 Jahre nach ihrem gewaltsamen Tod von Bedeutung.Die Geschichte von Sophie Scholl

Was kritisierte die Weiße Rose?

In literarischer Sprache rufen sie darin zu passivem Widerstand gegen die nationalsozialistische Herrschaft auf und beklagen die Mitschuld der Deutschen an den Verbrechen der Nazis. Die Mitglieder der Weißen Rose wollen ihre Landsleute über den wahren Charakter des Regimes aufklären.

Woher kommt der Name der Weißen Rose?

Der Name Weiße Rose stand als Überschrift über den Flugblättern und wurde so zum Namen der Gruppe. ... Nach einer anderen Interpretation wiederum bezieht sich der Name auf den Roman Die Weiße Rose (1929) von B. Traven. Hans Scholl soll Travens Werk gekannt und geschätzt haben.

Was geschah mit den Mitgliedern der Weißen Rose?

Vom Widerstandskreis der Weißen Rose werden sieben Personen von der NS-Justiz ab Februar 1943 zum Tode verurteilt und hingerichtet. Rund 60 Mitstreiter werden in mehreren Prozessen angeklagt und zum Teil zu langen Haftstrafen verurteilt.

Für was stand die weiße Rose?

Die Weiße Rose ist ein Freundeskreis um die Studenten Hans Scholl und Alexander Schmorell. Ab Sommer 1942 rufen sie in München mit Flugblättern gegen die NS-Diktatur und zur Beendigung des Krieges auf.

Was bleibt von der Weißen Rose?

Die Nationalsozialisten zerschmetterten die Weiße Rose nach nicht einmal einjährigem Bestand. Sie scheiterten hingegen an dem Versuch, den Ruf der Geschwister Scholl und ihrer Mitstreiter nach Freiheit, Nächstenliebe und Ratio zu ersticken. Er bleibt Vermächtnis. Für Studenten und Professoren.

Wann wurden die Mitglieder der Weißen Rose hingerichtet?

13. Juli 1943 Heute vor 78 Jahren, am 13. Juli 1943, wurden Alexander Schmorell und Prof. Kurt Huber von den Nationalsozialisten hingerichtet. Sie waren Mitglieder der „Weißen Rose“, einem der berühmtesten Widerstandskreise gegen Hitler.

Hans Scholl, Sophie Scholl und Christoph Probst im Sommer 1942. Mitglieder und Unterstützer sind vorwiegend Studenten, später auch Professoren und andere Intellektuelle. Bis zu ihrer Entdeckung im Frühjahr 1943 erstellt die Gruppe insgesamt 6 Flugblätter und malt regimefeindliche Parolen an öffentliche Plätze. Bei Zwangseinsätzen Wer gehörte zur Widerstandsgruppe Weiße Rose? Reichsarbeitsdienst, in Rüstungsbetrieben und an der Front leisten sie passiven Widerstand.

Die wichtigsten Mitglieder sind die Geschwister Hans und Sophie Scholl, die Medizinstudenten Christoph Probst, Willi Graf, Alexander Schmorell und Kurt Huber, Professor für Musikwissenschaft. Die Degradierung des Individuums, der Wer gehörte zur Widerstandsgruppe Weiße Rose? und besonders der Vernichtungskrieg im Osten sind starke Motive der Gegnerschaft.

Eine spezielle ideologische Festlegung der Gruppe gibt es nicht. Einig sind sie sich jedoch darin, daß das künftige Europa demokratisch und in enger Zusammenarbeit der Völker aufgebaut werden muß. Darüber hinaus verbindet sie ein großes Interesse an Literatur und Philosophie. Insbesondere die Kirchenlehrer Augustinus und Thomas von Aquin, aber auch die Existenzphilosophie des dänischen Denkers Kierkegaard beschäftigen sie.

Ein Auslöser für den aktiven Widerstand sind die Predigten des Münsteraner Bischofs Clemens August Graf von Galen, die seit Sommer 1941 unter der Hand im Reich verbreitet werden. Galen blieb nur deswegen unbehelligt, weil das Regime im Krieg nicht die katholische Bevölkerung gegen sich aufbringen wollte.

Dadurch ermutigt, planen die Münchner Studenten zunächst die Weiterverbreitung der Predigten Galens, entschließen sich dann aber, eigene Flugblätter zu verfassen.

Die ersten Flugblätter, die 1942 hergestellt werden, sind eine Gemeinschaftsarbeit von Hans Scholl und Alexander Schmorell. Dieser kann auch einen Vervielfältigungsapparat beschaffen. Später beteiligten sich auch andere. In rascher Folge erscheinen weitere 4 Flugblätter. Ein letztes, sechstes Flugblatt im Frühjahr 1943. Die Studenten mußten dazwischen ihre Widerstandstätigkeit unterbrechen, weil etliche von ihnen an die Ostfront einberufen wurden.

Die Flugblätter wurden vor allem an Akademiker, aber auch an Gastwirte verschickt. Überwiegend an Personen mit regimekritischer Einstellung, die als Multiplikatoren tätig sein konnten: Durch Weitervervielfältigung der Blätter oder doch wenigstens Weitererzählen. Der Name Weiße Rose Die früher verbreitete Darstellung, der Name Weiße Rose leite sich aus dem Titel eines spanischen Romans ab, ist vermutlich falsch.

Es gab eine moralische Verpflichtung, gegen eine als verbrecherisch Wer gehörte zur Widerstandsgruppe Weiße Rose? Regierung vorzugehen. Wer dies nicht tut, macht sich selbst mitschuldig. Dazu bedurfte es keiner Organisation und auch das Risiko war gegenüber offenen Aktivitäten geringer.

Die Weiße Rose wollte allen jenen, die dazu grundsätzlich bereit waren, deutlich machen, daß sie nicht allein stehen in ihrer Gegnerschaft gegen das Regime. Wenn die Verbreitung erst weit genug war, so hoffte man, würde der passive und verdeckte Widerstand auch in offene Aktionen übergehen. Alle Flugblätter wurden sorgfältig vorbereitet und redigiert.

Großen Wert legte die Weiße Rose auf eine sorgfältige philosophische und theologische Begründung des Widerstandes. Eine Vielzahl von Belegen aus Schriften von Philosophen, Schriftstellern und Staatsdenkern finden sich in den Flugblättern. Der Staat, so die zentrale Begründung, habe den Zweck, dem Menschen zu dienen, seine individuelle Freiheit zu sichern und insbesondere seine geistige Entfaltung zu fördern. Das Individuum habe jede Freiheit verloren und diene nur noch dazu, die Kriegsmaschine in Betrieb zu halten.

Es gebe daher eine sittliche Verpflichtung des Menschen, gegen ein solches Regime Widerstand zu leisten. Von Anfang an wurden die Flugblätter an potentielle Interessenten und Multiplikatoren im gesamten Reichsgebiet übersandt. Dies gelang besonders in Hamburg, wo sich eine ebenfalls stark studentisch geprägte Widerstandsbewegung bildete. Initiativ war vor allem die Medizinstudentin Traute Lafrenz.

Die Hamburgerin studierte ebenfalls in München, hielt aber engen Kontakt zu ihrer Heimatstadt. An der Hamburger Universität fanden sich besonders viele Sympathisanten im Umfeld des Chemischen Instituts.

Entscheidende Bedeutung hatte hier der Student Hans Leipelt, der als Halbjude 1941 von der Universität verwiesen wurde. Entdeckung und Prozeß Am 18. Februar 1943 werden Hans und Sophie Scholl verhaftet.

Bei der Verteilung des 6. Flugblattes in der Münchner Universität beobachtet sie ein Hausmeister. Februar 1943 findet der erste Prozeß gegen die Weiße Rose statt, gegen Hans Scholl, Sophie Scholl und Christoph Probst. Und noch am selben Tag werden alle drei auf der Guillotine hingerichtet. April 1943, ebenfalls in München unter Roland Freisler statt. Gegen Kurt Huber, Alexander Schmorell und Willi Graf werden Todesurteile gefällt, zehn weitere Angeklagte zu Haftstrafen verurteilt und ein Angeklagter freigesprochen.

Der letzte zum Tode Verurteilte, Heinz Kucharski, konnte während eines Fliegerangriffs, seinen Henkern entfliehen.

Wer gehörte zur Widerstandsgruppe Weiße Rose?

Einige Mitglieder der Weißen Rose Hans Scholl Geb. September 1918 in Ingersheim bei Crailsheim. Der Vater, zunächst Bürgermeister in einer kleinen Gemeinde, ist selbständiger Wirtschafts- und Steuerberater in Ulm. Während die Familie antinazistisch — der Vater muß wegen einer kritischen Bemerkung 1942 sogar kurz in Haft — eingestellt ist, wird Hans Scholl 1933 zunächst begeistertes Mitglied der Hitlerjugend.

Aus Enttäuschung schließt er sich schließlich einer verbotenen Jugendbewegung an. Deswegen wird er bereits 1937 mit einigen Freunden verhaftet.

Wer gehörte zur Widerstandsgruppe Weiße Rose?

Als studentischer Angehöriger der Wehrmacht muß Hans Scholl in den Semesterferien an die Front, zunächst nach Frankreich, später auch an die Ostfront. Ausgeprägtes Interesse für Literatur und Philosophie bestimmen ihn ebenso wie sein Wer gehörte zur Widerstandsgruppe Weiße Rose?

Christentum. Wie ihr Bruder wendet sich auch Sophie Scholl nach anfänglicher Begeisterung rasch von der Hitlerjugend ab. Ihre künstlerischen, philosophischen und theologischen Interessen vertiefen bereits während der Schulzeit ihre innere Gegnerschaft zum Nationalsozialismus. Nach dem Abitur arbeitet sie zunächst als Kindergärtnerin und studiert ab Mai 1942 in München Biologie und Philosophie.

Auch ihr Handeln und Denken ist von einem überzeugten Christentum bestimmt. Nach Ableistung des verpflichtenden Reichsarbeitsdienst beginnt er 1939 mit dem Studium der Medizin in München.

Deutscher Bundestag

Bereits mit 21 Jahren heiratete er und wurde Vater von zwei Kindern. Unmittelbar nach Geburt seines dritten Kindes wurde er verhaftet. Er bekam es nie zu sehen. In der Todeszelle ließ er sich katholisch taufen. Willi Graf wuchs in Saarbrücken in einem katholischen Elternhaus auf und war selbst in der katholischen Jugendbewegung aktiv. Nachdem die konfessionellen Jugendverbände 1934 verboten wurden, blieb Graf dennoch lockeren Zusammenschlüssen von katholischen Jugendlichen verbunden, die mehr oder weniger illegal tätig waren.

Bereits 1938 war er deswegen einige Zeit inhaftiert. Als überzeugter Katholik hielt er es seine Pflicht, sich dem Regime zu widersetzen. So weigerte er sich konsequent, der Hitlerjugend beizutreten. Nach dem Tod seiner russischen Mutter übersiedelt der Vater, ein Arzt, nach München. Dank eines russischen Kindermädchens wächst Alexander Schmorell zweisprachig auf. Ausgeprägtes Interesse für die russische Kultur und Literatur bestimmt ihn.

Nach dem Abitur leiste er den Reichsarbeitsdienst ab und wird dann zur Wehrmacht einberufen. Auch er studiert Medizin in München und ist erbitterter Gegner des Hitler-Regimes. Mit seinem Einsatz an der Ostfront wird er zur Beteiligung an einem unmenschlichen Krieg gegen ein Land gezwungen, daß er zu einem wesentlichen Teil auch als seine Heimat ansieht.

Nach Studium von Musikwissenschaft, Psychologie und Wer gehörte zur Widerstandsgruppe Weiße Rose? war Huber seit 1920 außerordentlicher Professor an der Universität München.

Politisch national und liberal eingestellt, beschäftigte er sich in seinen Forschungen unter anderem mit Volksliedern nicht nur in Deutschland, sondern in allen europäischen Regionen.

Vor allem die Massenmorde durch die Deutschen in den besetzten Ostgebieten brachten den Regimekritiker zu einer immer offeneren Gegnerschaft zum Regime. Noch in der Todeszelle arbeitete er an einem Werk über den Philosophen Leibniz. Weder sei ihnen die Möglichkeit eines politischen Umsturzes gegeben noch wären ihre mit philosophischen Zitaten belegten Flugblätter schlicht genug gewesen, um die breite Bevölkerung zu erreichen.

Diese Bewertung ist aber ungerecht. Eine Massenwirkung konnte so gar nicht bezweckt werden. Politisch richtig war auch die Einschätzung, daß die Bevölkerung kaum zu offenem Widerstand bereit war. Passiver Widerstand war jedoch wegen des geringeren Risiko denkbar und — wenn sich genügend Menschen beteiligten — auch wirksam. Vor allem konnte etwa durch Sabotage in Kriegsbetrieben die Kriegsmaschinerie gestoppt und der Krieg vorzeitig beendet werden.

Unpolitisch war dieser Widerstand also nicht, er belegt vielmehr eine sehr realistische Einschätzung der Lage. Vor allem aber: Die Weiße Rose zeugt davon, daß es auch im Dritten Reich Menschen gab, die sich unter Einsatz ihres Lebens weigerten, sich mitschuldig zu machen. Es ist falsch, wenn man von einer nationalsozialistischen Weltanschauung spricht, denn wenn es diese gäbe, müßte man versuchen, sie mit geistigen Mitteln zu beweisen oder zu bekämpfen — die Wirklichkeit aber bietet uns ein völlig anderes Bild: schon in ihrem ersten Keim war diese Bewegung auf den Betrug des Mitmenschen angewiesen, schon damals war sie im Innersten verfault und konnte sich nur durch die stete Lüge retten.

Aber er kann sich nicht freisprechen, ein jeder ist schuldig, Wer gehörte zur Widerstandsgruppe Weiße Rose?, schuldig! Doch ist es noch nicht Wer gehörte zur Widerstandsgruppe Weiße Rose? spät, diese abscheulichste aller Mißgeburten von Regierungen aus der Welt zu schaffen, um nicht noch mehr Schuld auf sich zu laden. Denn der Mensch soll nach Gottes Willen frei und unabhängig im Zusammenleben und Zusammenwirken der staatlichen Gemeinschaft sein natürliches Ziel, sein irdisches Glück und Selbständigkeit und Selbsttätigkeit zu erreichen suchen.

Wir wollen versuchen, daß ein jeder in der Lage ist, etwas beizutragen zum Sturz dieses Systems. Der Sinn und das Ziel des passiven Widerstandes ist, den Nationalsozialismus zu Fall zu bringen, und in Wer gehörte zur Widerstandsgruppe Weiße Rose? Kampf ist vor keinem Weg, vor keiner Tat zurückzuschrecken, mögen sie auf Gebieten liegen, auf welchen sie auch wollen. Sabotage in allen Zweigen der bildenden Künste, die nur im geringsten im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus stehen und ihm dienen.

Sabotage in allem Schrifttum, allen Zeitungen, die im Solde der Regierung stehen, für ihre Ideen, für die Verbreitung der braunen Lüge kämpfen. Hitler oder Goebbels — wohl keiner von beiden. Täglich fallen in Rußland Tausende. Wenn er Frieden sagt, meint er den Krieg, und wenn er in frevelhafter Weise den Namen des Allmächtigen nennt, meint er die Macht des Bösen, den gefallenen Engel, den Satan.

Dieser Wiedergeburt muß aber die klare Erkenntnis aller Schuld, die das deutsche Volk auf sich geladen hat, und ein rücksichtsloser Kampf gegen Hitler und seine allzuvielen Helfershelfer, Parteimitglieder, Quislinge usw. Literaturbericht und Bibliographie, Frankfurt a.

Jacob: Und die Verantwortung wär dein, Hamburg 1963. Scholl, Inge: Die Weiße Rose, Frankfurt a. Mit Selbstzeugnissen und Dokumenten, Reinbek bei Hamburg, 5. Der Widerstand der Münchner Studenten gegen Hitler, Frankfurt a.

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