Question: Warum mögen Menschen Autos?

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Die meisten Männer bevorzugen allerdings ihr Auto. Zu ihrem Fahrzeug haben sie sogar ein sehr emotionales Verhältnis. Neurobiologen und Psychologen erklären dies mit der Plastizität des Gehirns. Ein süddeutscher Hirnforscher fand durch verschiedene Studien heraus, dass der Mensch alles lieben kann.

Es ist ein Fest der Körper, eine Ode an die Ästhetik, getanzter Sex und getanzte Leidenschaft. Wenn das argentinische Tangoduo German Cornejo und Gisela Galeassi die Bühne betritt, ist das knisternde Verführung und athletische Präzision zugleich. Der Beat des Elektro-Tango Warum mögen Menschen Autos? das Paar im Tanz. Kurz darauf kommen Breakdancer auf die Bühne. Ihre trainierten Körper strahlen Kraft und Virilität aus. Das Publikum springt auf, applaudiert, ist hingerissen.

Es ist Tanzen in seiner schönsten Warum mögen Menschen Autos?, furios und sinnlich. Auch an diesem Abend im Hamburger Kampnagel-Theater sind die Zuschauer begeistert von der Mischung aus Streetdance und argentinischem Tango.

Der Mensch ist ein Tänzer. Zwar fühlt sich nicht jeder gleichermaßen dazu berufen. Doch Warum mögen Menschen Autos? es den Menschen gibt, wird getanzt - für Fruchtbarkeit und gutes Wetter, für Jagd- und Kriegsglück, für ein langes Leben und aus schierer Lust an der Bewegung.

Tanzen verführt Menschen und verbindet sie miteinander. Wer sich der Musik hingibt, kann das Glück des Gleichklangs von Rhythmus und Bewegung erleben, die innige Nähe synchronisierter Körper, die weltvergessene Ekstase im Takt wummernder Bässe. Und gut für die Gesundheit ist Tanzen sogar auch; es vermag chronische Schmerzen, Bewegungsstörungen und Depressionen zu lindern.

Typisch menschlich erscheint die Fähigkeit, beschwingt im Dreivierteltakt des Walzers zu wirbeln oder dem Wiegeschritt der Rumba zu folgen. Und Forscher fragen sich: Warum nur tanzt der Mensch? Ist die Liebe zum Rhythmus ein evolutionärer Zufall, oder war sie sogar notwendig für den Siegeszug des Homo sapiens? Und was für ein Gehirn ist nötig, um dem Beat zu folgen?

Die Bewegung im Takt von Trommeln oder Musik, so zeigt sich, ist tief im Menschsein verankert. Das merkwürdige Verhalten fördere Liebe, Zusammenhalt und Kooperation. Im Kern ist Tanz die Fähigkeit des Gehirns, einen Rhythmus zu erkennen und diesen dann in Bewegungen umzusetzen. Die Koordination unterschiedlicher Hirnregionen ist dafür erforderlich.

Während des Hörvorgangs muss zunächst der Beat herausgefiltert werden. Ist ein Rhythmus erkannt und im Gehirn zentral verarbeitet worden, feuern für Bewegung verantwortliche Neuronen. Ob dann allerdings nur der Fuß im Takt wippt oder sich der ganze Körper zum Cha-Cha-Cha aufschwingt, hängt von willentlichen Entscheidungen in der Großhirnrinde ab siehe Grafik. Schon bei Neugeborenen löst Rhythmus eine starke Resonanz aus. Hirnstrommessungen haben enthüllt, dass Babys den nächsten Beat einer Musik regelrecht erwarten.

Mit etwa zehn Monaten - noch bevor viele von ihnen sprechen oder singen können Warum mögen Menschen Autos? fangen Kinder spontan an, zu Musik zu tanzen, haben Forscher der Berliner Charité festgestellt.

Warum mögen Menschen Autos?

Tanzen, sagt Richter, scheint dem Menschen in die Wiege gelegt. Doch noch rätselt die Wissenschaft: Warum fährt uns der Rhythmus in die Glieder? Woher stammt das eigentümliche Verhalten? Ein Gelbhaubenkakadu brachte die Forscher auf eine heiße Spur. Snowball heißt das schneeweiße Geschöpf. Auf YouTube ist der Vogel ein Star mit Millionen Klicks. Der Kakadu kann richtig abrocken. In Videos groovt er zu Queen und den Backstreet Boys und steppt zu deutscher Blasmusik.

Im Takt hebt Snowball dabei abwechselnd seine Beine und wippt gleichzeitig frenetisch mit Warum mögen Menschen Autos? Kopf. Patel beschäftigt sich mit der Fähigkeit des Menschen, Rhythmen wahrzunehmen. Patel hatte schon zuvor vermutet, dass Rhythmuswahrnehmung etwas mit dem Vermögen zu tun haben könnte, Geräusche nachzuahmen.

Snowball bestätigt also Patels Hypothese. Auch gut ein Dutzend anderer Papageien sind inzwischen beim Headbangen erwischt worden. Hunde oder Katzen zum Beispiel sind dagegen nicht in der Lage, einen Takt zu halten - auch wenn Warum mögen Menschen Autos? Besitzer häufig das Gegenteil behaupten. Um diese Hypothese zu testen, untersuchen die Forscher immer mehr Warum mögen Menschen Autos?. Auf dem Gelände der Seehundstation Pieterburen an der niederländischen Nordseeküste planschen drei junge Kegelrobben in einem Schwimmbecken.

Die Anlage ist eine Auffangstation für verletzte oder verwaiste Nordsee-Robben. Andrea Ravignani stellt sich an den Beckenrand, ein Mikrofon in der Hand. Der Kognitionsforscher von der Freien Universität Brüssel will wissen, ob und wie die Robben, die ebenfalls zur vokalen Imitation befähigt sind, ihre Laute aufeinander abstimmen.

Ist die Fähigkeit zum Tanz also ein glücklicher Zufall der Evolution, eng verknüpft mit der Fähigkeit zu Lautmalerei und Sprache? In seiner Karriere hat er schon ein Schlagzeug für Schimpansen gebaut muss extrem stabil sein und ein Drum-Pad für Seehunde wird mit der Schnauze bedient.

Doch die Forschungsergebnisse sind bislang nicht eindeutig.

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Auch eine Kalifornische Seelöwin namens Ronan bereitet den Tanzforschern noch Kopfzerbrechen. Wie Kakadu Snowball wurde sie durch ein YouTube-Video berühmt, in dem sie ihren Kopf zu Musik bewegt. Ronan rockte jedoch nicht spontan. Knapp anderthalb Jahre lang bimste ihr ein Trainer den Groove ein. Nur lange genug geübt Warum mögen Menschen Autos? Das gelte auch für den Menschen. Wie tief verankert ist der Groove im Menschenhirn?

Was ist genetisch, was kulturell bedingt? Immerhin: Sechs universelle Rhythmusmuster haben Forscher identifiziert, die Menschen kulturübergreifend zu gefallen scheinen. Dazu gehören etwa der Zwei- oder Dreivierteltakt sowie Abfolgen betonter und weniger betonter Schläge. Menschen mögen es zudem, wenn Rhythmen leicht erkennbare Motive enthalten, die sich häufig wiederholen. Ravignani hat erforscht, wie fest diese Muster im Gehirn verdrahtet sind.

Das Ergebnis: Bald bildeten sich erstaunlich klare Rhythmen heraus. Gute Musiker wissen intuitiv, wie wichtig die Magie des Unregelmäßigen ist. Sie lassen bestimmte Schläge aus, betonen dafür andere stärker. Erst der Akzent auf dem letzten Achtel treibt den Tango voran. Walzer schwingt durch mehr Wumms auf der ersten Zählzeit, Reggae wird lässig, weil zwischen den Grundschlägen betont wird. Aus den Bewertungen hat er eine Hitliste der packendsten Songs erstellt.

Vor allem viele Soulnummern animierten die Testhörer zum Mitwippen - für Janata kein Zufall. Es ist Musik mit afroamerikanischen Wurzeln, aufgeladen mit starken Emotionen, dazu gedacht, Menschen in Bewegung zu versetzen. Doch was ist der Grund, dass der Mensch überhaupt so vernarrt ist in Musik und Tanz? Die Forscher verfolgen mehrere Ansätze. Eine naheliegende Theorie besagt: Es geht um Sex. Psychologische Experimente zeigen, wie Tänzer auf das jeweils andere Geschlecht Warum mögen Menschen Autos?.

Männer scheinen aus den Tanz-Moves von Frauen unbewusst deren Fruchtbarkeit herauslesen zu können. Frauen wiederum finden kräftige Tänzer besonders attraktiv. Tanz hat aber Warum mögen Menschen Autos? nur eine wichtige Funktion bei der Partnerwahl, sondern Warum mögen Menschen Autos?

auch, bestehende Beziehungen zu festigen. Deutlich wird das beim Paartanz: Sich gemeinsam in einen Rhythmus einzuschwingen schafft innige Nähe, die als Beziehungskitt dienen kann, hat der Psychologe William Brown von der University of Bedfordshire herausgefunden. Tanzende senden Signale der Verbundenheit aus. Ob brasilianische Samba, spanischer Flamenco oder senegalesischer Sabar: Rhythmus und Tanz sind tief greifende soziale Erfahrungen.

Und das gilt für die Schaumparty auf Mallorca genauso wie für traditionelle Tänze. Bis zu 2000 Tänzerinnen und Tänzer versammeln sich alle zwei Jahre auf einer der Inseln, um die alten Traditionen zu pflegen und in die Moderne zu führen. Dem Spektakel beizuwohnen gilt als zutiefst spirituelle Erfahrung. Männer mit massigem Körper stampfen mit den Füßen den kraftvollen Rhythmus, in den Händen die 'U'u, die traditionelle Kriegerkeule der Marquesaner.

Viele der Tänzer sind tätowiert.

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Schweiß glänzt auf ihren muskulösen Oberkörpern. Die Frauen sitzen zwischen ihnen und setzen mit hohen Stimmen Kontrapunkte zum monotonen Beat. Heute dagegen gehe es eher um Identitätssuche und Wiederbelebung von Traditionen. Auf diese Weise könnte Tanzen die Entwicklung von Zivilisationen begünstigt oder vielleicht sogar die Menschwerdung selbst befördert haben. Allianzen schmieden, sich für den Krieg und für die Jagd stählen - all das geht besser im Tanz. Von jeher putschen sich Menschen auf diese Weise gegenseitig auf.

Jahrtausendealte Versammlungsorte, an denen die Überreste prähistorischer Musikinstrumente gefunden wurden, zeugen von ausgiebigen Steinzeitfeten.

Warum mögen Menschen Autos?

In Isturitz etwa, einer weitläufigen Höhle in den französischen Pyrenäen, bargen Ausgräber 20. So wirkmächtig kann die Kombination aus Bewegung und Musik erlebt werden, dass sich manche Menschen dadurch sogar bis ins Transzendente befördert fühlen.

Die Anhänger des muslimischen Mevlevi-Ordens beispielsweise praktizieren bis heute den Wirbeltanz. Ihr Drehen gilt als eine Form des Gebets, die den Tänzer Gott näherbringen und die Menschheit in Liebe umfassen soll. Die Gläubigen sind davon überzeugt, dass sie ihren eigenen Körper dabei dem Geist eines ihrer Götter zur Verfügung stellen, der erst dadurch mit den Menschen in Kontakt treten kann.

Entrückt wirken die Tänzer, wenn sie sich ganz und gar dem Rhythmus hingeben. Der Hormonrausch beim Tanzen macht gelassen und glücklich - ein Umstand, den sich auch die Medizin zunutze macht. Bei Parkinsonkranken etwa kann Tanzen die Bewegungsfähigkeit verbessern. Warum mögen Menschen Autos? schenkt der Tanz Linderung. Auch Traumapatienten, Autisten, Demente und Depressive lassen sich so behandeln. Dies alles ist möglich, weil Rhythmus und Tanz auf heilsame Weise Körper und Geist zusammenzuführen scheinen.

Wie sich das anfühlt, lässt sich bei einem Workshop des österreichischen Musikers und Komponisten Reinhard Flatischler erahnen. Dumpf hallt an diesem Februarmorgen der Klang einer brasilianischen Basstrommel durch den Joseph Haydn-Saal der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.

Etwa 75 Seminarteilnehmer haben zwei Kreise um die beiden Musiker gebildet. Auch einige Kliniken und therapeutische Praxen arbeiten mit der Technik.

Zu archaisch anmutenden Rhythmen geht Warum mögen Menschen Autos? zunächst im Seitwärtsschritt im Kreis. Komplexe Rhythmen laufen schließlich durcheinander. Was macht die Stimme, was machen die Hände, was die Füße?

Überforderung stellt sich ein, die nur durch inneres Loslassen zu meistern ist. Dann passiert Erstaunliches: Der Kopf wird frei. Der Körper bewegt sich wie von selbst, im Einklang mit der Gruppe.

Irgendwann wird Flatischlers Stimme wieder ruhiger. Viele der Tänzer haben nun die Augen geschlossen, sind ganz in sich gekehrt.

Die Tänzer legen sich auf Warum mögen Menschen Autos? Boden. Tiefe Entspannung macht sich breit. Nicht für den Musiker und die meisten seiner Seminarteilnehmer.

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