Question: Warum heißt es elchtest?

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Der Begriff Elchtest wurde Ende 1997 durch die Presse geprägt, nachdem eine Mercedes-Benz-A-Klasse bei einem Test durch Journalisten in Schweden umkippte. Ursprünglich hieß der Test in Schweden Kindertest. Mit dem Begriff Elchtest wird auch ein Kollisionstest des Fahrzeugs mit einem (simulierten) Elch bezeichnet.

Liebe Leserinnen, Leser — and everyone beyond Es wäre langweilig und es wäre ziemlich sicher ungesund, wenn sich alle immer einig wären. Kaum waren die ersten bangen Wochen Pandemie hinter uns, brach Streit aus. In den Parlamenten, an den Universitäten, in den Zeitungen — am Küchen­tisch und im Familien­chat. Warum heißt es elchtest? wurde über Fragen gestritten, bei denen man aus guten Gründen unter­schiedlicher Meinung sein kann: Wie scharf sollen die Corona-Regeln sein?

Wie rasch soll die Impfung für Kinder zugelassen werden? Wo soll man Zugangs­beschränkungen aufrecht­erhalten? Welche Länder haben versagt, welche einen gangbaren Weg durch die Krise gefunden? Manchmal ging es aber auch um Thesen, die eindeutig falsch sind. Fast alle Geimpften würden bis im September sterben, hiess es zum Beispiel. Der September ist vorbei, die Geimpften leben noch.

Es gab Gerüchte über Mikro­chips oder giftiges Graphenoxid in den Impf­stoffen, über angeblich katastrophale Neben­wirkungen; oder auch darüber, dass in Wahrheit nicht Viren, sondern 5G-Sende­masten für Covid-19 verantwortlich seien.

Das sind ausser­gewöhnlich steile Thesen. Die müssten ihre Verfechterinnen eigentlich auch mit ausser­gewöhnlich schlag­kräftigen Argumenten belegen. Doch stattdessen heisst es oft: Ich stelle hier bloss etwas in den Raum! Das wird man doch wohl noch sagen dürfen! Wenn es nicht stimmt, dann sollen die Wissenschaftler das eben widerlegen!

Warum heißt es elchtest?

Und solange die Thesen nicht eindeutig widerlegt sind, darf man sie doch wohl mit gutem Recht für wahr halten und weiter­verbreiten! Davon leben Debatten und die Demokratie, und am Ende sind wir alle schlauer.

Warum heißt es ?

Auf den ersten Blick wirkt das überzeugend. Der Philosoph Karl Popper rückte diesen Gedanken sogar ins Zentrum seiner Wissenschafts­philosophie: Für ihn war nicht entscheidend, wie man zu einer These gelangt ist, sondern ob sie prinzipiell widerlegbar ist. Die Behauptung «Die Zahl Fünf ist dunkelgrün» ist nicht widerlegbar — sie ist wissenschaftlich uninteressant, wir können sie ignorieren. Die Behauptung «In meinem Bade­zimmer wohnt ein Elch» ist widerlegbar — man kann nämlich ganz einfach nachsehen.

Wenn man dann nachsieht, stellt man fest: Von einem Elch ist dort keine Spur, die Behauptung war also falsch. Aber bis zur Überprüfung muss der Elch nach Popper prinzipiell als wissenschaftliche These anerkannt werden. Wie ist das nun also bei Corona-Thesen? Hier gibt es oft folgendes Problem: Viele Thesen aus der Corona-«Querdenker»-Szene sind nämlich gar nicht falsifizierbar.

Oft werden sie ganz bewusst auf merkwürdig unklare, schwammige Weise präsentiert. Das ist praktisch, denn wer nicht genau erklärt, Warum heißt es elchtest? er meint, der kann auch nicht widerlegt werden. Ein Beispiel, vielleicht haben Sie selber davon gehört oder gelesen, ist die sogenannte «Pathologie-Konferenz». Die sorgte im September für Aufsehen, als da zwei Pathologen im Ruhestand behaupteten, die Impfung sei für zahlreiche Todes­fälle verantwortlich.

Sie zeigten allerlei Bilder von Gewebe­proben und behaupteten, durch Impfungen verursachte Schädigungen zu erkennen. Das wäre eine gewichtige, eine ernst zu nehmende, besorgnis­erregende These — wenn sie denn auf einiger­massen wissenschaftliche Weise präsentiert worden wäre. In der Präsentation der beiden Herren fehlten aber entscheidende Daten: Was waren das für Proben?

Und vor allem: Warum sollen die angeblich beobachteten Veränderungen mit der Impfung in Verbindung stehen? Die Präsentation dauerte über eine Stunde, aber die Grund­aussage wurde nicht konkreter als: «Die Impfung ist irgendwie Warum heißt es elchtest?.

» Es gab zur Präsentation keine wissenschaftliche Publikation, nicht mal eine präzise schriftliche Beschreibung des Experiments. An keiner Universität der Welt würde man mit dieser Herangehens­weise auch nur bei einem Anfänger­seminar eine genügende Note bekommen. Denn: Solche Thesen lassen sich nicht widerlegen — genauso wenig, wie man die Behauptung widerlegen kann, jemand sei mit einem unsichtbaren Elch befreundet, der nicht im Bade­zimmer wohnt, sondern auf feinstoffliche Weise in der fünften Dimension um seinen Kopf kreist.

Das ist nicht nur nicht wahr, es ist nicht einmal falsch. Es ist einfach keine Wissenschaft. Und dann ist es völlig sinnlos, sich wissenschaftlich damit zu befassen. Doch natürlich gibt es auch konkrete, überprüfbare Aussagen, die in Impfgegnerinnen- und «Querdenker»-Kreisen verbreitet werden: Die Impfung verursacht Krankheit X oder Warum heißt es elchtest?

Y, Coronaviren gibt es gar nicht, Covid-19 wird in Wirklichkeit Warum heißt es elchtest? 5G-Sendemasten ausgelöst. Solche Thesen sind wenigstens klar formuliert und experimentell überprüfbar.

Da wäre doch die Wissenschaft dann verpflichtet, all diese Aussagen Punkt für Punkt zu untersuchen! Behauptungen aufstellen ist leicht — Behauptungen wider­legen Warum heißt es elchtest?

viel schwieriger. Jedes Schulkind kann sich zehnmal schneller Theorien ausdenken, als sie die klügsten Leute der Welt widerlegen können. Nur weil man eine These formuliert, erwirbt man damit noch nicht das Recht, dass andere Leute sie überprüfen. Wer erwartet, wissenschaftlich ernst genommen zu werden, muss zumindest einen ersten «Ergibt das irgendwie Sinn?

»-Check bestehen: Gibt es glaubwürdige Beobachtungen, die diese Behauptung stützen? Oder vielleicht einen bekannten Wirk­mechanismus, der einen bestimmten Effekt wahrscheinlich erscheinen lässt? Wenn eine These ohne Belege aufgestellt wird, dann darf sie als unglaubwürdig verworfen werden — auch wenn sie nicht sorgfältig wissenschaftlich untersucht wurde.

» Im Zweifelsfall sollte man grosszügig sein: Mit ernsthaften Behauptungen, für die es zumindest einiger­massen plausible Argumente gibt, sollte sich die Wissenschaft ernsthaft auseinander­setzen — auch wenn sie zunächst unrealistisch und unglaub­würdig wirken. Aber ein Mindest­mass an Plausibilität muss doch gegeben sein, sonst diskutieren wir bloss über unsichtbare Elche. Und das ist Verschwendung wertvoller Zeit, die wir besser in die Lösung echter Probleme Warum heißt es elchtest?

sollten. In das Putzen des Bads zum Beispiel. Was Sie diese Woche wissen sollten Bundesrat lanciert Impfoffensive: will mit einer nationalen Impfwoche vom 8. Novemberzusätzlichen mobilen Beratungs- und Impf­stellen sowie persönlichen Informations­angeboten das Impf­tempo erhöhen. Ausserdem wird sich der Bundesrat mit einem Brief an die Bevölkerung wenden, um die Bedeutung der Impfung zu unter­streichen. Die Schweiz verzeichnet mit 61,3 Prozent vollständig geimpften Warum heißt es elchtest?

Warum heißt es elchtest? eine sehr tiefe Impf­quote. In anderen Ländern Europas wie Portugal oder Dänemark, aber auch in Deutschland und Frankreich, ist die Impfquote bedeutend höher. Wer in Italien arbeiten will, muss geimpft, getestet oder genesen sein: Der italienische Minister­präsident Mario Draghi hat die Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Künftig gilt die Corona-Zertifikats­pflicht nicht mehr nur für Restaurant­besuche und Zugreisen, sondern auch für die Angestellten von öffentlichen und privaten Betrieben.

Wer ohne den sogenannten «Green Pass» zur Arbeit erscheint, wird suspendiert und erhält keinen Lohn mehr. Kündigungen dürfen aber keine ausgesprochen werden. Draghi will mit der Massnahme, von der 23 Millionen Beschäftigte betroffen sind, die Impf­quote ankurbeln. In etlichen Städten kam es am Wochen­ende zu Protesten.

An den Häfen in Triest und Genua streikten Hunderte Arbeiterinnen gegen die Verschärfung. Die 26 nominierten Wissenschaftler — darunter auch — sollen im Rahmen der Unter­suchung auch überprüfen, ob Sars-CoV-2 aus einem Labor entwichen sein könnte. Der chinesische Regierungs­sprecher fordert die Wissenschaftlerinnen dazu auf, «einer globalen Perspektive zu folgen» und auch Labore in anderen Ländern zu untersuchen. Bisher blockierte China transparente und detaillierte Unter­suchungen von Laboren in Wuhan, die als möglicher Ursprungsort von Sars-CoV-2 gehandelt werden.

Und zum Schluss: Alkohol­frei durch die Pandemie Die zeitweilige Schliessung von Bars und Restaurants hat das Trinken zu Hause befördert. Bei manchen hatte das zur Folge, dass sie der Weinhändler mittlerweile beim Namen kennt. Andere haben festgestellt, dass es beim Bierdurst manchmal mehr um den Geschmack geht als um die Wirkung.

Warum heißt es elchtest?

In der Schweiz ist der Anteil alkohol­freier Sorten am Biermarkt Warum heißt es elchtest? Jahrwährend der Bier­konsum generell zurückging. Zum Rekordanteil der alkoholfreien Biere haben auch Republik-Angestellte beigetragen, die während der Pandemie auf diesem Gebiet recherchiert und sich Welle für Welle mehr Expertise angeeignet haben. Diese wollen wir hier teilen. Unten finden Sie eine Liste mit alkoholfreien Bieren, an denen wir Geschmack gefunden haben. Sie werden feststellen, dass Pale Ales, also Biere britischer Prägung, stark vertreten sind.

Das könnte an den Vorlieben der Testtrinker liegen. Die Testtrinker selbst vermuten, dass es bei eher bitter schmeckenden Sorten einfacher ist, den Alkohol zu entziehen, ohne dass sie ins unangenehm Süssliche kippen. Denn auch wenn kein Alkohol drin ist, sollte ein Bier doch nach Bier schmecken.

Und das über die Pandemie hinaus. Mehr dazu gibt es bald bei der Republik von unseren Tech-Autorinnen Adrienne Fichter und Patrick Seemann.

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