Question: Was ist 1933 passiert?

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Die Politik des Jahres 1933 ist geprägt durch die „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten unter Adolf Hitler im Deutschen Reich und das damit verbundene Ende der Weimarer Republik und den Beginn des „Dritten Reichs“.Die Politik des Jahres 1933 ist geprägt durch die „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten

Sämt­li­che Dy­nas­ti­en muss­ten ab­dan­ken, die Mon­ar­chie als Staats­form hat­te in Deutsch­land kei­ne Zu­kunft mehr. Von den re­vo­lu­tio­nä­ren Er­eig­nis­sen in Kiel in­spi­riert, kam es un­ter Be­tei­li­gung von aus Nord­deutsch­land an­ge­reis­ten Ma­tro­sen ab dem 8. Meist ge­schah dies in Form von Ar­bei­ter- und Sol­da­ten­rä­ten, mit­un­ter auch in Form von Bau­ern­rä­ten. Ei­ni­ge länd­li­che Ge­bie­te, wie et­wa die Ei­fel, blie­ben von den Ge­scheh­nis­sen al­ler­dings weit­ge­hend un­be­rührt.

Zu den Zie­len der In­itia­to­ren zähl­ten zu­nächst ein­schnei­den­de Ver­än­de­run­gen auf den Ge­bie­ten der Po­li­tik, der Wirt­schaft und der Ge­sell­schaft.

Den So­zi­al­de­mo­kra­ten schweb­te kein ge­walt­sa­mer Um­sturz, son­dern ei­ne fried­li­che Um­wand­lung der bis da­hin herr­schen­den po­li­ti­schen Ver­hält­nis­se un­ter Wah­rung der öf­fent­li­chen Ord­nung vor. In den meis­ten rhei­ni­schen Ar­bei­ter- und Sol­da­ten­rä­ten ga­ben ge­mä­ßig­te Mehr­heits­so­zi­al­de­mo­kra­ten, Zen­trums­sym­pa­thi­san­ten und Ge­werk­schaf­ter den Ton an.

Dies war et­wa im Ruhr­ge­biet oder in der Fall. Zum Teil en­ga­gier­ten sich Zen­trums­po­li­ti­ker und an­de­re Bür­ger­li­che ge­zielt in den vor Ort ge­bil­de­ten Rä­ten, um die Ent­wick­lung zu ka­na­li­sie­ren. In Köln ver­hin­der­te das be­son­ne­ne Ver­hal­ten des Ober­bür­ger­meis­ter­s Zen­trum so­wie des spä­te­ren Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den der So­zi­al­de­mo­kra­ten in der Köl­ner ­Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung,ei­ne Ra­di­ka­li­sie­rung und Es­ka­la­ti­on der Re­vo­lu­ti­on.

In und im ber­gisch-mär­ki­schen Raum sa­ßen Was ist 1933 passiert? auch zahl­rei­che Un­ab­hän­gi­ge So­zi­al­de­mo­kra­ten in den Rä­ten. Die zum Teil er­ho­be­ne For­de­rung nach ei­ner Rä­te­re­pu­blik konn­te sich je­doch nicht durch­set­zen. Auch blie­ben in der Re­gel die al­ten kom­mu­na­len Ver­wal­tungs­struk­tu­ren in­takt, er­folg­te kein kon­se­quent voll­zo­ge­ner per­so­nel­ler Wech­sel. Hin­zu kam, dass die Rä­te meis­tens kei­ne Re­gie­rungs- oder Ver­wal­tungs­tä­tig­kei­ten aus­üb­ten, son­dern sich auf ei­ne Kon­troll­funk­ti­on be­schränk­ten.

Was ist 1933 passiert?

In der Fol­ge wa­ren sie be­reits im Früh­jahr 1919 de fac­to be­deu­tungs­los ge­wor­den. Als nach den Kom­mu­nal­wah­len vom 2. Zu­dem soll­ten das links­rhei­ni­sche deut­sche Ter­ri­to­ri­um durch die En­ten­te­mäch­te Eng­land und Frank­reich be­setzt so­wie aus­ge­dehn­te Brü­cken­köp­fe mit ei­nem Ra­di­us von 30 Ki­lo­me­tern ge­gen­über den Städ­ten Köln, Ko­blen­z und Mainz ein­ge­rich­tet wer­den.

Mit­ In­kraft­tre­ten des Ver­tra­ges er­fuhr die ent­mi­li­ta­ri­sier­te Zo­ne rechts des Rheins ei­ne Aus­deh­nung auf 50 Ki­lo­me­ter. Nicht al­lein die von der deut­schen Öf­fent­lich­keit als dra­ko­nisch emp­fun­de­nen Be­din­gun­gen des Ver­sailler Ver­trags­wer­kes um­fang­rei­che Ge­biets­ver­lus­te, 100.

Für das Rhein­land Was ist 1933 passiert? der Ver­trag wei­te­re Be­stim­mun­gen, die als Här­te emp­fun­den wur­den, zum Bei­spiel das Recht der Al­li­ier­ten auf Be­triebs­tei­le der deut­schen Bin­nen- und ins­be­son­de­re der deut­schen Rhein­schiff­fahrt. Die Re­pa­ra­ti­ons­ver­pflich­tun­gen hat­ten für die Rhein­pro­vinz weit­rei­chen­de Fol­gen und las­te­ten auf dem Rhein­land als ei­ner hoch in­dus­tria­li­sier­ten Re­gi­on des Rei­ches be­son­ders schwer.

Ei­ne Ver­schär­fung er­fuhr die Si­tua­ti­on zu­min­dest in der öf­fent­li­chen Wahr­neh­mung durch die Was ist 1933 passiert? Be­sat­zung, ob­wohl de­ren tat­säch­li­che ma­te­ri­el­le Fol­gen noch nicht hin­rei­chend un­ter­sucht sind.

Fer­ner muss­te die Rhein­pro­vinz ei­ne Be­schnei­dung ih­res Ter­ri­to­ri­ums hin­neh­men: Das Ge­biet um die süd­west­lich von ge­le­ge­nen Klein­städ­te Eu­pen und Mal­médy ­fiel an Bel­gi­en, und auch das Saar­ge­biet, das ei­nen neu­tra­len Son­der­sta­tus ­un­ter ­Ver­wal­tung des neu ge­schaf­fe­nen Völ­ker­bun­des und fran­zö­si­scher Be­sat­zung er­hielt, ging der Rhein­pro­vinz dau­er­haft ver­lo­ren.

Die Be­set­zung be­ruh­te zu­nächst auf­ ­dem Kriegs­recht, be­vor sie im mit dem Ver­sailler Frie­dens­ver­trag ver­bun­de­nen Rhein­land­ab­kom­men vom 28.

Bei­de Ver­trags­wer­ke tra­ten am 10. Das Rhein­land­ab­kom­men sah für das be­setz­te Ge­biet so­wohl un­ter­schied­li­che Was ist 1933 passiert? als auch ver­schie­de­ne Be­sat­zungs­zo­nen vor: ei­ne Köl­ner Zo­ne Bel­gi­er und Bri­tenei­ne Ko­blen­zer Zo­ne Ame­ri­ka­ner und Fran­zo­sen so­wie ei­ne Main­zer Zo­ne Fran­zo­sen. Zu­nächst war ei­ne Be­sat­zungs­zeit von 15 Jah­ren vor­ge­se­hen, wo­bei die Räu­mung etap­pen­wei­se er­fol­gen soll­te. Vor­aus­set­zung für ei­ne Räu­mung des be­setz­ten Ge­bie­tes war al­ler­dings die Er­fül­lung sämt­li­cher Ver­trags­be­stim­mun­gen.

Wie ge­stal­te­te sich nun die Ein­tei­lung der Be­sat­zungs­zo­nen? Die Fran­zo­sen er­hiel­ten das süd­li­che Ge­biet bis vor die Stadt Ko­blenz zu­ge­wie­sen.

Die Ame­ri­ka­ner be­setz­ten das Ge­biet bis süd­lich vondie Eng­län­der das Ge­biet um Köln, die Bel­gier ­schlie­ß­lich den nörd­li­chen Nie­der­rhein und den Raum Aa­chen. Die rechts­rhei­ni­schen Brü­cken­köp­fe blie­ben be­ste­hen. Zu­dem un­ter­stan­den nun al­le Ver­kehrs­we­ge des be­setz­ten Ge­bie­tes ein­schlie­ß­lich des Rheins der un­ein­ge­schränk­ten Be­fehls­ge­walt des Höchst­kom­man­die­ren­den der Al­li­ier­ten.

Ih­re Kon­troll­funk­ti­on nahm sie in Form von Be­zirks- und Kreis­de­le­gier­ten wahr. Der Rhein­land­kom­mis­si­on kam ei­ne durch das Rhein­land­ab­kom­men zwar schrift­lich ge­re­gel­te, je­doch schwam­mig for­mu­lier­te und nicht klar ab­zu­gren­zen­de Ge­setz­ge­bungs­kom­pe­tenz zum Schutz und für die Be­dürf­nis­se der Be­sat­zungs­trup­pen zu, was in der Pra­xis auf deut­scher Sei­te oft­mals zu Un­mut führ­te.

Als Prä­si­dent der Kom­mis­si­on, der je­weils ein Ver­tre­ter Bel­gi­ens, Frank­reichs, Groß­bri­tan­ni­ens so­wie der Ver­ei­nig­ten Staa­ten Was ist 1933 passiert?, fun­gier­te der fran­zö­si­sche Spit­zen­be­am­te. Die­ser mach­te von sei­nen Kom­pe­ten­zen gro­ßzü­gig Ge­brauch. Da der Kom­mis­si­on auch ein Ap­pro­ba­ti­ons­recht für Reichs­ge­set­ze und Er­las­se obers­ter Reichs- und Lan­des­be­hör­den zu­stand, konn­te die Rhein­land­kom­mis­si­on de fac­to als obers­te öf­fent­li­che Au­to­ri­tät im links­rhei­ni­schen Deutsch­land gel­ten.

Für Be­völ­ke­rung, Po­li­tik, Ver­wal­tung und Wirt­schaft war es in den Fol­ge­jah­ren von nicht ge­rin­ger Be­deu­tung, ob man sich im be­setz­ten oder un­be­setz­ten Teil der Rhein­pro­vinz be­fand. Vor­über­ge­hend wur­de das ge­sam­te be­setz­te Ge­biet vom üb­ri­gen Deutsch­land durch ei­ne Zoll­gren­ze ab­ge­trennt. Die Be­sat­zungs­mäch­te re­agier­ten ih­rer­seits mit Zwangs­maß­nah­men und der Aus­wei­sung miss­lie­bi­ger, wi­der­stän­di­ger Per­so­nen — oft­mals mit­samt ih­ren Fa­mi­li­en — in das un­be­setz­te Ge­biet.

Zeit der Krise und Instabilität 2. Vie­le die­ser Plä­ne ziel­ten an­ge­sichts der un­ru­hi­gen und un­ge­wis­sen La­ge nach Kriegs­en­de auf ei­ne Stär­kung der Zen­tral­ge­walt zu Las­ten der bis­he­ri­gen Ein­zel­staa­ten ab, was den Wi­der­stand der be­trof­fe­nen Staa­ten so­wie der fö­de­ra­lis­tisch ge­sinn­ten Kräf­te her­vor­rief.

Als ei­ner der Ers­ten hat­te Wil­helm Solf 1862-1936seit Ok­to­ber 1918 Staats­se­kre­tär im Aus­wär­ti­gen Amt, dem Vor­sit­zen­den des Ra­tes der Volks­be­auf­trag­ten, Fried­rich Ebert 1871-1925am 17. Der be­deu­tends­te Ver­tre­ter der Neu­glie­de­rungs­vor­stel­lun­gen war je­doch der links­li­be­ra­le Staats­recht­ler Hu­go Preuß 1860-1925. Des­sen Über­le­gun­gen sa­hen ei­ne Zer­le­gung Preu­ßens und die Ein­tei­lung des Rei­ches in 16 Ein­zel­staa­ten vor.

Im All­ge­mei­nen ori­en­tier­ten sich die meis­ten Re­form­vor­schlä­ge an den Er­for­der­nis­sen von Wirt­schaft und Ver­kehr, wäh­rend ver­wal­tungs­tech­ni­schen As­pek­ten eher ei­ne un­ter­ge­ord­ne­te Be­deu­tung zu­kam.

Für das Rhein­land sah die Mehr­zahl der Vor­schlä­ge die Schaf­fung ei­ner oder gar meh­re­rer rhei­ni­scher Glie­dein­hei­ten vor. Ei­ni­ge Mo­del­le fa­vo­ri­sier­ten die Tei­lung der Rhein­pro­vinz, wäh­rend an­de­re Vor­schlä­ge de­ren Er­wei­te­rung um West­fa­len, die Pfalz oder an­de­re be­nach­bar­te Ge­bie­te emp­fah­len. Die Land­tags­frak­tio­nen der im Preu­ßi­schen Land­tag ver­tre­te­nen Par­tei­en wa­ren ten­den­zi­ell eher Geg­ner ei­ner um­fas­sen­den Reichs­re­form, wäh­rend die­sel­ben Par­tei­en auf Reichs- und Pro­vin­zi­al­ebe­ne nicht sel­ten für ei­ne sol­che Re­form ein­tra­ten.

Grund­sätz­lich je­doch ten­dier­ten So­zi­al­de­mo­kra­tie und Li­be­ra­le zu ei­ner ein­heits­staat­li­chen Lö­sung, wäh­rend Kon­ser­va­ti­ve und Zen­trums­par­tei mehr­heit­lich fö­de­ra­lis­ti­schen Neu­glie­de­rungs­mo­del­len den Vor­zug ga­ben. Zum Teil wur­de so­gar die Tren­nung des pro­jek­tier­ten Rhe­in­staa­tes vom Deut­schen Reich er­wo­gen.

Be­son­de­ren An­klang fand der Rhe­in­staat­ge­dan­ke in länd­li­chen, mehr­heit­lich ka­tho­li­schen Ge­bie­ten, ins­be­son­de­re in der süd­li­chen Rhein­pro­vinz, doch auch am ähn­lich struk­tu­rier­ten links­rhei­ni­schen Nie­der­rhein. Bei­de Un­ter­neh­mun­gen schei­ter­ten nach kurz­fris­ti­gen, räum­lich be­grenz­ten Er­fol­gen an der man­geln­den Un­ter­stüt­zung sei­tens der Be­völ­ke­rung, der trotz ge­wis­ser Sym­pa­thi­en ins­ge­samt zu­rück­hal­ten­den Po­si­ti­on der Be­sat­zungs­mäch­te Bel­gi­en und Frank­reich so­wie der per­so­nell und fi­nan­zi­ell man­gel­haf­ten Aus­stat­tung der Se­pa­ra­tis­ten, die im Grun­de nir­gend­wo die Ver­wal­tung dau­er­haft auf­recht zu er­hal­ten ver­moch­ten.

Ins­be­son­de­re von Müns­ter aus stie­ßen Frei­korps und Reichs­wehr­ein­hei­ten zu de­ren Be­kämp­fung in das In­dus­trie­ge­biet vor. Nach an­fäng­li­chen Er­fol­gen im öst­li­chen und mitt­le­ren Ruhr­ge­biet ge­lan­gen den Auf­stän­di­schen auch im Wes­ten Er­fol­ge: wur­de am 19.

Letzt­lich schei­ter­te die Auf­stands­be­we­gung nach knapp vier Wo­chen Dau­er an der kon­zep­tio­nel­len Un­ei­nig­keit in den ei­ge­nen Rei­hen so­wie an der Über­macht der Re­gie­rungs­sei­te, die den Auf­stän­di­schen mit zum Teil bra­chia­ler Ge­walt be­geg­ne­te.

Als Bi­lanz wa­ren über 1. Nach­dem die Re­pa­ra­ti­ons­kom­mis­si­on ge­gen die Stim­me Eng­lands zu der Auf­fas­sung ge­langt war, dass Deutsch­land vor­sätz­lich hin­ter dem Soll an Koh­le­lie­fe­run­gen zu­rück­ge­blie­ben sei, mar­schier­ten im Ja­nu­ar fran­zö­si­sche und Was ist 1933 passiert?

Trup­pen in Es­sen und von dort aus in das ge­sam­te In­dus­trie­re­vier an der Ruhr ein. Schlie­ß­lich muss­te Cu­no zu­rück­tre­ten und sein Nach­fol­ger Gus­tav Stre­se­mann 1878-1929, Reichs­kanz­ler 1923 be­en­de­te den pas­si­ven Wi­der­stand En­de Sep­tem­ber 1923. Die wich­tigs­te in­halt­li­che Be­stim­mung war die Über­nah­me von Re­pa­ra­ti­ons­leis­tun­gen sei­tens der Un­ter­neh­men, was ei­nen Auf­schwung der rhei­nisch-west­fä­li­schen Wirt­schaft er­mög­li­chen soll­te.

Im Rhein­land hat­te sich un­ter­des­sen die Be­fürch­tung ver­brei­tet, dass die Reichs­re­gie­rung das be­setz­te Ge­biet sich selbst über­las­sen und al­le Trans­fer­leis­tun­gen ein­stel­len kön­ne.

Wäh­rend­des­sen streb­te die ga­lop­pie­ren­de In­fla­ti­on ih­rem Hö­he­punkt ent­ge­gen, und se­pa­ra­tis­ti­sche Grup­pie­run­gen schrit­ten im Ok­to­ber 1923 zur Tat. Die rhei­ni­schen sa­hen sich eben­falls zum Han­deln ver­an­lasst. Den un­ter an­de­rem vom Prä­si­den­ten der Köln un­ter­stütz­ten Was ist 1933 passiert? zur Ein­füh­rung ei­ner rhei­ni­schen Wäh­rung wur­de durch die er­folg­rei­che der Reichs­re­gie­rung im No­vem­ber 1923 ein En­de be­rei­tet.

Mit dem Hit­ler-Lu­den­dorff-Putsch am 8. No­vem­ber war noch­mals vom Sü­den des Rei­ches her die Zu­kunft des Ge­samt­staa­tes vor­über­ge­hend in­fra­ge ge­stellt wor­den. Ein dem Reichs­kanz­ler am 15. No­vem­ber von Kon­rad Ade­nau­er in Ko­blenz prä­sen­tier­tes Mo­dell ei­nes Rhe­in­staa­tes, des­sen Schaf­fung Frank­reich be­sänf­ti­gen soll­te, wur­de von Stre­se­mann ent­schie­den ver­wor­fen.

Da sich Was ist 1933 passiert? die fran­zö­si­sche Sei­te un­ter Mi­nis­ter­prä­si­dent Poin­ca­ré ab­war­tend ver­hielt, ver­lief auch die­ses Pro­jekt im San­de.

Was ist 1933 passiert?

Mit En­de des Jah­res 1923 war je­doch das Jahr der grö­ß­ten Un­si­cher­heit und Be­las­tung für die Rhein­pro­vinz ver­stri­chen, oh­ne dass ein völ­li­ger Zu­sam­men­bruch der po­li­ti­schen und öko­no­mi­schen Struk­tu­ren er­folgt war. Der Ers­te Welt­krieg hat­te hin­sicht­lich der be­tei­lig­ten Staa­ten Bel­gi­en, Frank­reich und Deutsch­land erst jetzt sein end­gül­ti­ges En­de ge­fun­den.

Was ist 1933 passiert?

Das Ende der Besetzung 3. Die­se er­ar­bei­te­te Vor­schlä­ge zur wirt­schaft­li­chen Sta­bi­li­sie­rung Deutsch­lands, wor­in man die Vor­aus­set­zung für wei­te­re Re­pa­ra­ti­ons­zah­lun­gen sei­tens des Deut­schen Rei­ches sah.

Un­ter Be­tei­li­gung von deut­schen Re­gie­rungs­mit­glie­dern fand man ei­ne Re­ge­lung zur Fest­le­gung künf­ti­ger Re­pa­ra­ti­ons­zah­lun­gen. Mit der Re­ge­lung der Re­pa­ra­ti­ons­fra­ge ver­bun­den wa­ren ter­min­li­che Ver­ein­ba­run­gen zur etap­pen­wei­se zu voll­zie­hen­den Räu­mung des be­setz­ten Ge­bie­tes durch die al­li­ier­ten Trup­pen.

Ih­ren Ab­schluss fand die Ent­span­nung zwi­schen den Kriegs­geg­nern im Wes­ten durch den 16. Das Ver­trags­werk war oh­ne Zwang zu­stan­de ge­kom­men und schrieb die ent­mi­li­ta­ri­sier­te Zo­ne fest.

Für den Fall ei­ner Ver­let­zung der Ent­mi­li­ta­ri­sie­rung des Rhein­lan­des wa­ren Sank­tio­nen vor­ge­se­hen. Die Fest­stel­lung ei­ner sol­chen Ver­let­zung wur­de in die Hän­de des Völ­ker­bun­des ge­legt. In­fol­ge der Lon­do­ner Ver­ein­ba­run­gen wur­de noch im glei­chen Jahr das 1923 be­setz­te rechts­rhei­ni­sche Ge­biet zwi­schen den Brü­cken­köp­fen ge­räumt. Aus An­lass der fort­schrei­ten­den Räu­mung des be­setz­ten Ter­ri­to­ri­ums hielt Reichs­prä­si­dent Paul von Hin­den­burg 1847-1934, Reichs­prä­si­dent 1925-1934 am 21.

Als im Ju­ni 1930 die Be­sat­zungs­zeit vor­zei­tig en­de­te, wur­de dies mit zahl­rei­chen Fest­ver­an­stal­tun­gen be­gan­gen. Was ist 1933 passiert? ei­ne Fei­er in Trier ver­an­stal­tet wor­den war, nahm an der Fei­er in Ko­blenz am 22. Recht schnell je­doch wur­de die Rhein­land­be­set­zung vom be­herr­schen­den All­tags­the­ma zu ei­nem der Ver­gan­gen­heit zu­ge­ord­ne­ten, his­to­ri­schen Phä­no­men.

Nun wur­den an­de­re Zie­le ins Au­ge ge­fasst. Der Be­zug zur po­li­ti­schen Ge­gen­wart be­zie­hungs­wei­se die po­li­ti­sche Ziel­vor­ga­be der Fei­er­lich­kei­ten war kaum zu über­se­hen. An den Kos­ten der Jahr­tau­send­fei­ern be­tei­lig­ten sich Reichs­re­gie­rung, preu­ßi­sche Staats­re­gie­rung und mit je­weils 400. Die In­itia­ti­ve der Fei­er­lich­kei­ten war al­ler­dings von den im Rhei­ni­schen ver­tre­te­nen Kom­mu­nen der Rhein­pro­vinz aus­ge­gan­gen.

Ei­nen Schwer­punkt der Fei­ern bil­de­ten die rhei­ni­schen Me­tro­po­len Düs­sel­dorf, Köln und Ko­blenz. Doch auch die preu­ßi­sche Staats­re­gie­rung nutz­te die Ge­le­gen­heit zur Selbst­dar­stel­lung und för­der­te in­ten­siv die Ver­brei­tung von Ju­bi­lä­ums­schrif­ten so­wie ei­ner zen­tra­len Fest­schrift. Ins­ge­samt ent­fie­len bei den Wah­len in der zu­sam­men­ge­nom­men stets et­wa 30 Pro­zent auf das La­ger der Links­par­tei­en.

Das Zen­trum konn­te sich ins­be­son­de­re in länd­li­chen Ge­bie­ten mit ka­tho­li­scher Be­völ­ke­rungs­mehr­heit be­haup­ten, wäh­rend in Was ist 1933 passiert? Städ­ten der Stim­men­an­teil lang­sam, aber kon­ti­nu­ier­lich sank.

So er­reich­te die Zen­trums­par­tei noch im No­vem­ber 1932 in et­li­chen ka­tho­lisch ge­präg­ten Krei­sen die ab­so­lu­te Mehr­heit, in wei­te­ren Krei­sen die re­la­ti­ve Mehr­heit. Doch blie­ben die Na­tio­nal­so­zia­lis­ten auch im Rhein­land in ka­tho­lisch ge­präg­ten Ge­bie­ten schwä­cher als im mehr­heit­lich pro­tes­tan­ti­schen Ter­rain.

Auf die ge­sam­te Rhein­pro­vinz Was ist 1933 passiert? wa­ren die Na­tio­nal­so­zia­lis­ten weit von ih­rem Er­geb­nis auf Reichs­ebe­ne ent­fernt, was nicht zu­letzt an der recht star­ken Wäh­ler­bin­dung des Zen­trums und der Links­par­tei­en lag. Sein Kon­kur­rent, der von den Par­tei­en der bür­ger­li­chen Rech­ten no­mi­nier­te Ge­ne­ral­feld­mar­schall des Ers­ten Welt­krie­ges, Paul von Hin­den­burg 1847-1934konn­te le­dig­lich in ei­ni­gen mehr­heit­lich evan­ge­li­schen Krei­sen im Sü­den und Os­ten der Rhein­pro­vinz die Stim­men­mehr­heit auf sich ver­ei­ni­gen.

May 1933

Die wirtschaftliche Entwicklung Das Kriegs­en­de und die Frie­dens­ver­trä­ge be­deu­te­ten für die rhei­ni­sche Wirt­schaft ei­ne Zä­sur mit für ei­ni­ge Bran­chen gra­vie­ren­den Fol­gen. Die Ha­fen­ver­wal­tung der Stadt Köln führ­te bei­spiels­wei­se den be­deu­ten­den Rück­gang Was ist 1933 passiert? Zie­ge­l­ex­por­tes über den Um­schlag­platz Köln auf nur noch ein Zehn­tel der Vor­kriegs­men­ge in we­sent­li­chem Ma­ße auf den Fort­fall der Nach­fra­ge nach Dach­zie­geln in den ehe­ma­li­gen deut­schen Ko­lo­ni­en zu­rück.

Doch selbst die un­güns­ti­gen Um­stän­de der Nach­kriegs­jah­re konn­ten die Ent­wick­lung der rhei­ni­schen Wirt­schaft, die ge­ra­de in der nörd­li­chen Rhein­pro­vinz eng mit der In­dus­trie des west­fä­li­schen Teils des Ruhr­ge­biets ver­bun­den war, auf Dau­er nicht brem­sen. Im Ge­gen­teil: Ei­ni­ge Wirt­schafts­zwei­ge pro­fi­tier­ten von den herr­schen­den Ver­hält­nis­sen.

Erst die Aus­wir­kun­gen der Welt­wirt­schafts­kri­se lie­ßen seit 1929 die wirt­schaft­li­che und so­zia­le Not so­wie die Zahl der Er­werbs­lo­sen dra­ma­tisch an­stei­gen. Spe­zi­fisch für die rhei­ni­sche Wirt­schaft war da­bei ei­ne ge­wis­se zeit­li­che Ver­schie­bung des Ein­tritts der Fol­gen der Welt­wirt­schafts­kri­se: Zwar kehr­te sich im ers­ten Jahr der Kri­se der bis 1929 auch in der Rhein­pro­vinz nach oben wei­sen­de Trend um, den Tief­punkt er­reich­te Was ist 1933 passiert?

wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung je­doch erst im Jahr 1931. Im Ver­lauf der 1920er Jah­re kam es im Rhein­land auf den Sek­to­ren des Berg­baus und der In­dus­trie, ins­be­son­de­re der Ei­sen- und Stahl­in­dus­trie, zu ei­nem Kon­zen­tra­ti­ons- und Ra­tio­na­li­sie­rungs­pro­zess so­wie zu ei­ner fort­ge­setz­ten Schwer­punkt­ver­la­ge­rung in Rich­tung Rhein-Ruhr-Ach­se.

Der Kon­zern hielt Dank sei­ner kon­se­quen­ten Ra­tio­na­li­sie­rungs­po­li­tik ei­nen An­teil von 40 Pro­zent der deut­schen Stahl- 20 Pro­zent der deut­schen Ei­sen- so­wie 20 Pro­zent der deut­schen Stein­koh­len­pro­duk­ti­on.

Bis zum Be­ginn der Welt­wirt­schafts­kri­se Was ist 1933 passiert? Berg­bau und — in et­was ab­ge­schwäch­ter Form — ver­ar­bei­ten­de so­wie Ei­sen­in­dus­trie zu­nächst noch ei­ne aus­ge­präg­te Auf­wärts­ent­wick­lung. Was ist 1933 passiert? Tief­punkt war im Jahr 1932 er­reicht, Was ist 1933 passiert? sich die Kri­se bei Kon­sum­gü­ter­in­dus­trie und Han­del be­reits wie­der ab­schwäch­te. Die­ses Phä­no­men stand in Zu­sam­men­hang mit der Markt­macht, wel­che der rhei­ni­schen Stahl­in­dus­trie und den Koh­le­syn­di­ka­ten an Rhein und Ruhr zu­kam.

Je län­ger die Kri­se an­dau­er­te, Was ist 1933 passiert? so we­ni­ger konn­te die Markt­macht den all­ge­mei­nen Ab­wärts­trend ega­li­sie­ren. Schwer­punk­te der ge­ra­de im nörd­li­chen Rhein­land tra­di­ti­ons­rei­chen Tex­til­in­dus­trie wa­renund Was ist 1933 passiert? Rechts­rhei­ni­schen da­sins­be­son­de­re El­ber­feld. Die che­mi­sche In­dus­trie kon­zen­trier­te sich in Knap­sack, wo wäh­rend des Was ist 1933 passiert?

Was ist 1933 passiert? Farb­wer­ke Hoechst durch Ak­ti­en­er­werb Fuß ge­fasst hat­ten. Wei­te­re be­deu­ten­de Stand­or­te wa­ren Kalk, Nip­pes und Wes­se­ling. In Köln sie­del­ten sich 1925 auch die Ford­wer­ke an. Ab 1931 wur­den dort Last­wa­gen ge­fer­tigt, und in den Fol­ge­jah­ren ent­wi­ckel­ten sich die Köl­ner Ford­wer­ke zum grö­ß­ten Kraft­wa­gen­pro­du­zen­ten im Deut­schen Reich.

Ein wich­ti­ges ver­kehrs­po­li­ti­sches Pro­jekt war der Aus­bau der Rhein­ufer­stra­ßen als Haupt­durch­gangs­stra­ßen für den Fern­ver­kehr in An­bin­dung an die da­mals im Bau be­find­li­che Kraft­wa­gen­stra­ße In­dus­trie­ge­biet — Düs­sel­dorf — Köln — Bonn. Nach ei­ner ein­ge­hen­den Un­ter­su­chung links­rhei­ni­scher und rechts­rhei­ni­scher Va­ri­an­ten be­trach­te­te man den Aus­bau der links­rhei­ni­schen Ufer­stra­ße zur Haupt­durch­gangs­stra­ße als zweck­mä­ßi­ger.

Hier­für wur­den ne­ben ver­kehrs- und bau­tech­ni­schen Grün­den auch wirt­schaft­li­che und sied­lungs­tech­ni­sche Über­le­gun­gen an­ge­führt. Die Land­wirt­schaft hat­te in der Rhein­pro­vinz im Ge­gen­satz zu Koh­len­ab­bau und Stahl­in­dus­trie mit ei­nem kon­ti­nu­ier­li­chen Rück­gang zu kämp­fen.

Der An­teil der haupt­be­ruf­lich in der Land­wirt­schaft be­schäf­tig­ten Be­völ­ke­rung ging trotz des all­ge­mei­nen Be­völ­ke­rungs­wachs­tums in der Rhein­pro­vinz wei­ter zu­rück, im Re­gie­rungs­be­zirk Düs­sel­dorf fiel er fast un­ter zehn Pro­zent. Vie­le Klein­be­trie­be stell­ten auf Ge­mü­se­an­bau um, wäh­rend man sich Was ist 1933 passiert? — ins­be­son­de­re im frucht­ba­ren Vor­ge­bir­ge so­wie im Ko­blenz-Neu­wie­der Be­cken — auf den Gar­ten- und Obst­bau kon­zen­trier­te.

Der Frem­den­ver­kehr spiel­te im Rhein­tal schon da­mals ei­ne her­aus­ra­gen­de Rol­le. Wie der Lan­des­haupt­mann der Rhein­pro­vinz,im Jahr 1930 be­ton­te, war ins­be­son­de­re das Rhein­tal zwi­schen Ko­blenz und Bin­gen das äl­tes­te Frem­den­ver­kehrs­ge­biet Deutsch­lands und sah sich An­fang der 1930er Jah­re im Ge­gen­satz zu an­de­ren Wirt­schafts- und Er­werbs­zwei­gen in ei­nem ste­ti­gen Auf­schwung be­grif­fen.

Wäh­rend das un­gleich grö­ße­re Köln 3. Im Jahr der Rhein­aus­stel­lung, 1927, ver­buch­te al­lein die Stadt Ko­blenz 185. Dem Er­halt von Na­tur und Um­welt wur­de eben­falls Be­deu­tung bei­ge­mes­sen. Im Was ist 1933 passiert? und am Laa­cher See wur­den Na­tur­schutz­ge­bie­te ein­ge­rich­tet, eben­so bei der Er­pe­ler Ley und beim Bau­sen­berg in der Vor­ei­fel. Wenn Köln heu­te als ei­ne der wich­tigs­ten Me­di­en­städ­te Deutsch­lands gilt, so wur­den die Grund­la­gen hier­für in der Wei­ma­rer Re­pu­blik ge­schaf­fen.

In der Fol­ge­zeit zähl­te Köln in­ter­na­tio­nal zu den be­deu­tends­ten Mes­se­städ­ten. Für das wirt­schaft­li­che Le­ben Kölns und des Rhein­lan­des über­haupt gin­gen hier­von ma­ß­geb­li­che Im­pul­se aus.

Jahr­hun­dert — ei­ne deut­li­che ka­tho­li­sche Be­völ­ke­rungs­mehr­heit auf: Im süd­li­chen Teil der Rhein­pro­vinz wa­ren le­dig­lich die Land­krei­se Kreuz­nach, Mei­sen­heim am Glan, Sim­mern und St. Im nörd­li­chen Rhein­land gab es nur auf der rech­ten Rhein­sei­te Krei­se mit evan­ge­li­schen Be­völ­ke­rungs­mehr­hei­ten. Die­se Mehr­hei­ten wa­ren dann al­ler­dings häu­fig recht deut­lich.

Der Wup­per­ta­ler Pro­tes­tan­tis­mus mit sei­nen vie­len Schat­tie­run­gen — un­ter an­de­rem auch Frei­kir­chen und Pie­tis­ten — strahl­te weit über die Rhein­pro­vinz in das evan­ge­li­sche Deutsch­land aus. So­wohl für die ka­tho­li­sche wie auch für die evan­ge­li­sche Kir­che wa­ren die Um­wäl­zun­gen im No­vem­ber 1918 — nicht zu­letzt der Sturz der Ho­hen­zol­lern-Dy­nas­tie — ein ein­schnei­den­des, für vie­le so­gar trau­ma­ti­sches Er­eig­nis.

Noch bis ge­gen Kriegs­en­de hat­ten die Kir­chen — zu­min­dest die Kir­chen­spit­zen — treu zu Mon­ar­chie und deut­scher Kriegs­füh­rung ge­stan­den. Mit dem En­de von Dy­nas­tie und Mon­ar­chie sa­hen sie sich ei­ner un­ge­wis­sen Zu­kunft aus­ge­setzt. Wie die meis­ten pro­tes­tan­ti­schen Pas­to­ren war auf ka­tho­li­scher Sei­te der Köl­ner Erz­bi­schof ein ent­schie­de­ner An­hän­ger der Mon­ar­chie.

Des­sen un­be­scha­det fan­den vie­le ka­tho­li­sche Geist­li­che über ih­re po­li­ti­sche Be­tä­ti­gung in der Zen­trums­par­tei zu ei­ner Po­si­ti­on der kon­struk­ti­ven Mit­ar­beit im neu­en Staats­we­sen. Sie zähl­ten so­mit zu den Stüt­zen der neu­en re­pu­bli­ka­ni­schen Staats­form. Da­ge­gen be­tä­tig­ten sich vie­le der evan­ge­li­schen Geist­li­chen im Sin­ne der Re­pu­blik­geg­ner.

Denn wäh­rend das syn­oda­le Ele­ment der rhei­ni­schen evan­ge­li­schen Kir­che Was ist 1933 passiert? der Re­vo­lu­ti­on im No­vem­ber 1918 ge­stärkt her­vor­ging, fiel es ei­nem Gro­ß­teil von Amts­trä­gern und Ge­mein­de­mit­glie­dern schwer, sich mit der neu­en Si­tua­ti­on, mit Re­pu­blik und par­la­men­ta­ri­scher De­mo­kra­tie, ab­zu­fin­den. Hin­zu kam die Sor­ge um den Ver­bleib des Rhein­lan­des bei Preu­ßen, da man be­fürch­te­te, mit der Ab­tren­nung des Rhein­lan­des vom preu­ßi­schen Staat un­wei­ger­lich in ei­ne Dia­spo­ra­si­tua­ti­on zu ge­ra­ten.

Be­züg­lich der ver­fas­sungs­mä­ßi­gen be­zie­hungs­wei­se recht­li­chen Or­ga­ni­sa­ti­on des Schul­we­sens konn­ten die Kir­chen nach an­fäng­li­chen Kon­tro­ver­sen ei­nen Er­folg ver­bu­chen.

Die­ser Um­stand hat­te al­ler­dings für das Rhein­land, wo die Kir­chen ih­re star­ke Stel­lung weit­ge­hend be­haup­ten konn­ten, zur Fol­ge, dass die Kon­fes­si­ons­schu­le de fac­to die Re­gel­schu­le blieb. Ein ein­schnei­den­des Er­eig­nis für die ka­tho­li­sche Kir­che war die Ei­ni­gung von preu­ßi­schem Staat und Hei­li­gem Stuhl in Form des Preu­ßi­schen Kon­kor­da­tes vom 14. Die kirch­li­che Or­ga­ni­sa­ti­ons­struk­tur im Rhein­land er­fuhr in der Wie­der Grün­dung de­s ei­ne be­deu­ten­de Ver­än­de­rung, denn im­mer­hin um­fass­te das neue Bis­tum den ge­sam­ten Re­gie­rungs­be­zirk Aa­chen so­wie die Krei­se Mön­chen­glad­bach, Rhe­ydt, Kre­feld Land und Stadt und Kem­pen.

Der Kir­chen­pro­vinz Köln ge­hör­ten nun au­ßer de­m so­wie den Bis­tü­mern Aa­chen, und Trier auch die Diö­ze­sen Lim­burg und Os­na­brück an. Zu ei­ner geist­li­chen Er­neue­rung kam es nach dem Krieg in Form der lit­ur­gi­schen Be­we­gung, die zwar in der Be­ne­dik­ti­ner­ab­tei Ma­ria Laach un­ter Ab­t ihr geis­ti­ges Zen­trum hat­te, die je­doch in be­son­de­rem Ma­ße die Lai­en er­fass­te und das Ge­mein­de­le­ben nach­hal­tig be­ein­fluss­te.

Es setz­ten sich nun Er­schei­nun­gen fort, die be­reits vor dem Krieg als In­no­va­tio­nen Ge­stalt an­ge­nom­men hat­ten. Mit Ot­to Dix 1891-1969Ot­to Freund­lich 1878-1843 und Gert Hein­rich Woll­heim 1894-1974 kon­sti­tu­ier­te sich ein rhei­ni­sches kul­tu­rel­les Le­ben, von dem Im­pul­se aus­gin­gen.

Her­aus­ra­gen­de Be­deu­tung kam den bild­künst­le­ri­schen Ar­bei­ten der Düs­sel­dor­fer und Köl­ner Ma­ler­sze­ne zu. Vie­le Prot­ago­nis­ten der li­te­ra­ri­schen und dar­stel­len­den Küns­te schöpf­ten ih­re Mo­ti­ve und ih­re Schaf­fens­kraft aus dem Was ist 1933 passiert?

von Apo­ka­lyp­se — dem ge­ra­de über­stan­de­nen Krieg — und Uto­pie — dem Ab­bau des Tren­nen­den und die Su­che nach dem Völ­ker­ver­bin­den­den. Die da­mit ver­bun­de­nen Hoff­nun­gen spie­geln sich et­wa in den Was ist 1933 passiert? des Köl­ner Ma­lers und Bild­hau­er­sei­nem Ver­tre­ter des Was ist 1933 passiert?, so­wie des mit die­sem be­freun­de­ten fran­zö­si­schen Schrift­stel­lers Paul Éluard 1895-1952 wi­der.

Köln ist nicht nur die Ge­burts­stadt Jac­ques Of­fen­bachs und Max Bruchs, son­dern über­haupt ei­ne der be­deu­tends­ten Mu­sik­me­tro­po­len Deutsch­lands. Die Wei­chen hier­für wur­den in der Wei­ma­rer Was ist 1933 passiert? ge­stellt. Jahr­hun­dert von Köl­ner Bür­gern ge­grün­de­te städ­ti­sche Gür­ze­nich-Or­ches­ter, das vie­le Mu­sik­stü­cke nam­haf­ter Kom­po­nis­ten ur­auf­führ­te, war eben­falls ei­ne Be­rei­che­rung für das rhei­ni­sche Mu­sik­le­ben wäh­rend der Wei­ma­rer Re­pu­blik.

Auch auf dem Ge­biet der Ar­chi­tek­tur gab es im Rhein­land bahn­bre­chen­de Ent­wick­lun­gen. Im Be­reich des Sa­kral­baus schlug sich die mo­der­ne Ar­chi­tek­tur eben­falls nie­der, so bei­spiels­wei­se in den ka­tho­li­schen Kir­chen­neu­bau­ten. Ei­ne her­aus­ra­gen­de kul­tur­po­li­ti­sche Maß­nah­me der Wei­ma­rer Zeit war die 1919 er­folg­te Wie­der­grün­dung der — nach Bonn — zwei­ten rhei­ni­schen Uni­ver­si­tät in Köln.

Die In­itia­ti­ve hier­zu ist auf die Stadt Köln, ins­be­son­de­re ih­ren da­ma­li­gen Ober­bür­ger­meis­ter Kon­rad Ade­nau­er, zu­rück­zu­füh­ren. Für die ge­sam­te Dau­er der Wei­ma­rer Re­pu­blik lag die Trä­ger­schaft der Uni­ver­si­tät in Hän­den der Stadt Köln. Epo­che ma­chend war dar­über hin­aus die Grün­dung der Päd­ago­gi­schen Aka­de­mie zu Bonn im Jahr 1926.

Da die­se Hoch­schu­le ka­tho­lisch war und die Päd­ago­gi­schen Hoch­schu­len die Volks­schul­leh­rer­aus­bil­dung be­sorg­ten, blieb auch auf die­sem Weg ei­ne kon­fes­sio­nel­le Prä­gung des Schul­we­sens ge­währ­leis­tet.

Ein wei­te­rer Im­puls, der von Köln aus­ging, war die Fort­ent­wick­lung des Rund­funks, der seit Mit­te der 1920er Jah­re ei­nen ra­san­ten Auf­schwung nahm. Er­wäh­nung fin­den soll schlie­ß­lich ei­ne Er­schei­nung auf dem kul­tu­rel­len Par­kett, die haupt­säch­lich po­li­ti­schen Be­weg­grün­den ge­schul­det war: die fran­zö­si­sche Kul­tur­po­li­tik im Rhein­land.

Die fran­zö­si­sche Be­sat­zungs­ver­wal­tung un­ter Ti­rard ver­such­te, die rhei­ni­sche Be­völ­ke­rung da­von zu über­zeu­gen, dass ih­re kul­tu­rel­len Wur­zeln im ro­ma­ni­schen — oder bes­ser: im fran­zö­si­schen Raum — zu su­chen sei­en.

Bei­spiel­ge­bend war ne­ben ei­nem viel­fäl­ti­gen An­ge­bot an kos­ten­lo­sen Sprach­kur­sen, Thea­ter­auf­füh­run­gen, Vor­trä­gen, Kon­zer­ten und Aus­stel­lun­gen die fran­zö­si­sche Kunst­aus­stel­lung in Wies­ba­den im Som­mer 1921. Die bei­den Prä­sen­ta­tio­nen im Bie­bri­cher Schloss und im Pau­li­nen­schlöss­chen führ­ten dem Be­su­cher un­ter an­de­rem fran­zö­si­sche Ma­le­rei und Plas­tik vom 16.

Jahr­hun­dert bis zur Ge­gen­wart vor Au­gen. In der hü­ben wie drü­ben Was ist 1933 passiert? auf­ge­la­de­nen At­mo­sphä­re soll­te den Plä­nen Ti­rards je­doch kein Er­folg be­schie­den sein. Quel­len zu Wirt­schaft, Ge­sell­schaft und Po­li­tik 1918-1923, Es­sen 1988.

Bie­wer, Lud­wig, Reichs­re­form­be­stre­bun­gen in der Wei­ma­rer Re­pu­blik. Fra­gen zur Funk­tio­nal­re­form und zur Neu­glie­de­rung im Süd­wes­ten des Deut­schen Rei­ches, Frank­furt a.

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He­gel, Edu­ard, Das Erz­bis­tum Köln zwi­schen der Re­stau­ra­ti­on des 19. Jahr­hun­derts und der Re­stau­ra­ti­on des 20. Hil­de­brand, Klaus, Das ver­gan­ge­ne Reich. Deut­sche Au­ßen­po­li­tik von Bis­marck bis Hit­ler 1871-1945, 2. Jans­sen, Wil­helm, Klei­ne rhei­ni­sche Ge­schich­te, Düs­sel­dorf 1997. Kolb, Eber­hard, Die Wei­ma­rer Re­pu­blik, 6. Dar­stel­lung und Edi­ti­on neu auf­ge­fun­de­ner Quel­len, Köln 1985.

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