Question: Was bedeutet Heiligenverehrung in der katholischen Kirche?

Die Heiligenverehrung ist das verehrende Gedenken an einzelne Menschen („Heiliger“), von denen eine Glaubensgemeinschaft annimmt, dass sie zu Heiligkeit berufen waren und ein vorbildliches oder heiligmäßiges Leben geführt bzw.Die Heiligenverehrung ist das verehrende Gedenken an einzelne Menschen („Heiliger

Wo gibt es Heilige?

Formen von Heiligenverehrung gibt es innerhalb des Christentums in der römisch-katholischen Kirche, den Ostkirchen, in der anglikanischen Kirche und in einigen protestantischen Konfessionen; darüber hinaus auch im Hinduismus und im Buddhismus, im Islam und im Judentum.

Heute begeht die katholische Kirche das Fest Allerheiligen. Da denkt man zunächst an große Namen im Heiligenkalender. Danach fragt Matthias Brunner in den Sonntagsgedanken. Manche wussten mit dieser Frage gar nichts anzufangen. Andere lachten und meinten: sie kennen nur normale Menschen. Ihr Mann ist schwer krank, und sie pflegt ihn rund um die Uhr.

Trotz ihrer Probleme ist sie aber immer freundlich und nett. Der Kalender ist voll, ja übervoll davon. Menschen, die nie im öffentlichen Rampenlicht standen, die im Verborgenen, im Stillen, im Kleinen das verwirklicht haben, was Christ-Sein bedeutet. Und Allerheiligen erinnert außerdem daran, dass eigentlich alle Christen durch die Taufe geheiligt sind und Heilige werden sollen. Heilig werden, das meint auch hier nicht besonders heldenhafte oder großartige Leistungen, es geht um die kleinen Zeichen von Menschlichkeit, Liebe und Versöhnung.

Ein Beispiel dafür liefert uns der große Kirchenlehrer und Heilige Franz von Sales.

Was bedeutet Heiligenverehrung in der katholischen Kirche?

Und wenn man sich einmal unseren Alltag anschaut, wie oft darin nach einem Streit Türen zugeknallt werden und verschlossen bleiben, dann ist das eigentlich gar nicht so wenig, was Franz von Sales da fordert. Vielleicht sollte man solchen Menschen heute einmal dafür danken.

Teil 2 Das mit den Heiligen, mit der Heiligkeit ist so eine Sache. Entweder man hält es mit dem Apostel Paulus, Was bedeutet Heiligenverehrung in der katholischen Kirche? sagt, dass alle Getauften Heilige sind, Söhne und Töchter Gottes — oder man lässt es in Gottes Hand, wer heilig ist.

Mit all den Gremien und Instanzen, die beurteilen wollen, ob einer würdig ist, heilig gesprochen zu werden, haben viele Menschen ihre Probleme. Und das nicht ohne Grund. Wer die Biographien der offiziellen Heiligen liest, wird sehr schnell merken, dass es da so etwas wie Moden gibt. Die Kriterien, wann einer als heilig gilt, sind zeitabhängig und nicht selten allzu menschlich. Wie also erkenne ich, ob jemand heilig ist oder nicht?

Ich finde immer noch die Aussagen faszinierend, die Jesus von Nazareth in seiner Bergpredigt trifft. In den so genannten Seligpreisungen, die heute an Allerheiligen in katholischen Gottesdiensten gelesen werden, benennt er klar die Bedingungen, die einen Heiligen ausmachen. Und die lassen aufhorchen: Jesus preist Menschen selig, glücklich, die weit vom Glück entfernt sind, die in den Augen der Gesellschaft eher zu den Verlierern gehören.

In den Augen Gottes sind sie die Gewinner. Glücklich ist nicht der, der Geld hat, sondern der, der arm ist vor Gott; der kapiert, dass er letztlich mit leeren Händen vor Gott steht, auf Gott vertrauen muss und nicht auf sein Vermögen.

Jesus beglückwünscht die Trauernden, nicht weil sie traurig sind, sondern weil ihnen der Zustand der Welt und das Schicksal der Menschen nicht egal sind. Jesus preist Menschen selig, die sich nach Gerechtigkeit sehnen. Diese Sehnsucht kennt nur, wer noch eine lebendige Vorstellung von Gerechtigkeit hat, wer die Hoffnung auf eine bessere Welt noch nicht aufgegeben hat, und deshalb nicht bereit ist, sich jeder Lage anzupassen.

Jesus beglückwünscht Menschen, die barmherzig und aufrichtig sind, die darauf verzichten, mit aller Gewalt etwas zu erreichen, die Frieden stiften und sogar bereit sind, sich für ihren Glauben beschimpfen und anfeinden zu lassen.

Menschen, die so leben, können sich glücklich schätzen, sagt Jesus. Die Was bedeutet Heiligenverehrung in der katholischen Kirche? haben aus dem Geist Jesu und seiner Seligpreisungen gelebt, und sie haben dadurch Gottes Melodie zum Klingen gebracht. Der eine eher zärtlich und leise, der andere kräftig und unüberhörbar.

Aber sie alle haben diese Melodie so zum Klingen gebracht, dass sie für ihre Zeit Vorbilder im Glauben und im Leben waren. Allerheiligen, das ist dann der Tag, an dem ich mich frage: Welches Lied hat Gott für mich? Was für eine Melodie soll und kann ich singen?

Bin ich bereit, sie einzuüben und dann und wann zu summen? Gott wartet darauf, dass ich seine Melodie in der Welt zum Klingen bringe. Er hinterließ als Abschiedsbrief einen Zettel. Wenn die Messlatte für das, was lebenswert und liebenswürdig ist, so hoch gelegt wird, dass Menschen nur noch unter dieser Latte hindurch laufen können, dann wird Fitness brutal und der Überlebenskampf tödlich. Als junger Pfarrer in Heidelberg, ich hatte gerade meine erste Stelle angetreten, bekam ich mit, wie der Küster, der in der Sakristei aufräumen wollte, etwas in den Mülleimer warf.

Später schaute ich nach und fand eine Christusfigur, wie sie im Original von dem dänischen Bildhauer Bertel Thorvaldsen stammt und in der Liebfrauenkirche in Kopenhagen steht. Ich holte die Figur aus dem Mülleimer und habe sie bis heute behalten.

Alle meine Umzüge hat sie mitgemacht. Heute steht sie auf meinem Bücherschrank: der segnende Christus, der die Müh seligen und Beladenen zu sich ruft. Die geöffneten Arme, die denen eine Zuflucht geben, die sonst nirgends eine haben. Wie gut denke ich, dass es diese offenen Arme gibt! Hier lerne ich eine andere Wertordnung kennen als das Prinzip, wonach nur der Fitteste überlebt. Selig sind, die da Leid tragen. Vielleicht ist das ein Schüler, der sich auf dem Pausenhof auf die Seite eines Klassenkameraden stellt, der sonst immer nur von anderen gehänselt wird.

Vielleicht ist das ein Mensch, der unter einer schweren Krankheit leidet, und dennoch seinen traurigen Angehörigen Trost zuspricht. Niemand muss von einer Brücke springen, wenn er weiß, es gibt diese offenen Arme. Da bin ich willkommen und angenommen, wie ich bin. Da ist ein Zufluchtsort, der zum Ort eines neuen Aufbruchs werden kann. Erquickt und gestärkt und erfüllt mit neuer Zuversicht kann ich von da aus zurückgehen in meinen Alltag. Ich spreche gern über diese Rede Jesu, die der Evangelist Matthäus konzipierte.

Weil ich meine, sie spricht vieles an, was unser Leben glücklicher und erfüllter macht. Das tut sie Was bedeutet Heiligenverehrung in der katholischen Kirche? dadurch, dass sie provoziert. Es beginnt schon mit der Ouvertüre, den so genannten Seligpreisungen. Menschen, die sich vor Gott arm sehen, wissen auch, dass das Meiste im Leben geschenkt ist.

Sie lähmt uns, nimmt uns die Freude am Leben, macht uns hilflos. Aber wer wirklich mit andern trauert, Was bedeutet Heiligenverehrung in der katholischen Kirche? anderen in ihrer Trauer beisteht, wie wir es nach dem Winnender Amoklauf gesehen haben, der spürt auch, wie viel er andern Menschen bedeuten kann durch sein Dasein, sein Mitfühlen. Dabei hat Gott die Güter der Erde allen Menschen anvertraut.

Wie ermutigend ist es, wenn Menschen den Hunger und Durst anderer nach Gerechtigkeit spüren und sich in Was bedeutet Heiligenverehrung in der katholischen Kirche? Dienst stellen, sei es in einem Entwicklungsland oder in einer Organisation hierzulande. Martin Luther King hat dazu einen wichtigen Hinweis gegeben. Die Liebe, die hier im griechischen Text gemeint ist, ist nicht die freundschaftliche, sondern die schöpferische, also Was bedeutet Heiligenverehrung in der katholischen Kirche?

Liebe, die versucht, dem Andern die Angst vor mir zu nehmen. Sie macht deutlich, dass sein Hass gegen mich ihn selbst zerstört und dass es uns beiden gut tut, wenn wir aufeinander zugehen.

Selig, die auf ihr Prestige verzichten, denn an Freunden wird es ihnen nicht mangeln. Selig, die Niederlagen verkraften können, denn sie werden Menschenbrücken bauen.

Selig die zuerst mit sich selbst zu Gericht gehen, bevor sie andere richten, denn sie dürfen auf Gottes Segen hoffen. Selig, die willig sind, den ersten Schritt zu tun, denn sie werden mehr Offenheit finden als sie für möglich halten. Selig, die dem Nächsten zuhören können auch wenn er anderer Meinung ist, denn sie werden Kompromisse fördern.

Selig, die Kranke, Alte und Behinderte besuchen, denn sie werden niemals einsam sein. Wenn in zwei Wochen im Trierer Dom Mutter Rosa Flesch, die Gründerin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen selig gesprochen wird, dann geht es genau darum: klare Ziele vorzustellen, an denen sich Menschen orientieren können.

Vielen mag eine Selig- oder Heiligsprechung mit feierlichem Gottesdienst und altem Ritus unpassend und von gestern vorkommen. Zumal, wenn es Menschen betrifft, die, wie Mutter Rosa, schon über 100 Jahre tot sind. Aber so eine Seligsprechung ist nicht nach hinten, sondern nach vorn gerichtet.

Sie hat uns Lebende im Blick. Wir brauchen zur Gestaltung unseres Lebens klare Ziele, also auch glaubwürdige Vorbilder, deren Leben schon gelungen ist. Und Mutter Rosa Flesch hat ein so vorbildliches Leben geführt, dass sie nach Was bedeutet Heiligenverehrung in der katholischen Kirche? Glauben der Kirche jetzt sicher in der endgültigen Gemeinschaft mit Gott ist. Das will die Seligsprechung sagen. Und was macht diese einfache Frau, ohne große Schulbildung oder gar Studium aus dem Wiedbachtal im Westerwald so beispielhaft?

Und beten konnte sie, intensiv war sie mit Gott im Gespräch. Dabei war ihr das Hören mindestens genauso wichtig wie das Beten. Und zum Verdauen der Gebetstexte braucht man eben Zeit und Ruhe und Sammlung. Das gab ihr Kraft und Durchhaltevermögen, ihren Orden zu gründen und den Kampf gegen Krankheit, Not und Tod aufzunehmen.

Was bedeutet Heiligenverehrung in der katholischen Kirche?

All das macht sie zu einer Seligen: weil sie uns heute noch viel davon erzählen kann, wie das geht, mit beiden Beinen auf der Erde zu stehen und doch ganz bei Gott zu sein. Ich mag alles nicht, was dazu gehört. Alles gru selig, blöd, und vor allem nichts für Kinder. Sie ist meine Freundin, und das Problem ist: die beiden Söhne von Uli lieben Halloween. Samuel ist dreizehn und Johannes zehn. Die beiden Jungs sind jedes Jahr total motiviert, was Halloween angeht.

Meine Freundin Uli muss das aushalten und sie hält das auch aus. Uli lässt Samuel und Johannes einfach machen. Die beiden machen was zusammen und gehen raus. An ihrem Halloween-Bollerwagen haben sie richtig lang Was bedeutet Heiligenverehrung in der katholischen Kirche?

und geschraubt, damit der gru selig genug aussieht. Wie Uli das mit den beiden Jungs macht, das ist liebevoll. Uli hat Respekt vor ihren Söhnen. Sie verbietet nicht einfach, was sie selber nicht mag. Sie hält Halloween aus und lässt die beiden machen. Heute Abend werden Samuel und Johannes wieder durch unser Dorf ziehen und auch bei uns an der Haustür klingeln. Verkleidet als zwei gru selige Gestalten und liebevoll geschminkt von Uli.

Heute Abend mache ich auf, wenn die beiden bei uns klingeln. Und wenn sie unbedingt wollen, schminke ich wohl oder übel in ein paar Jahren auch meine eigenen Mädels so richtig schön gru selig.

Es ist kostbar und einmalig. Vor gut 60 Jahren hat es angefangen und es wird auch wieder zu Ende gehen. Die Frage kann einem auch an die Substanz gehen: Wenn man ehrlich und kritisch mit sich ist.

Das ist schon lang her, aber ich weiß es noch gut. In einer Szene kommt Heinz Rühmann - er spielt in dem Film den Schuster und Knastbruder Willem Voigt - von einer Beerdigung. Auf dem Friedhof ist sein eigenes Leben an ihm vorübergezogen: Und das hat den Willem Voigt in dem Film Was bedeutet Heiligenverehrung in der katholischen Kirche? erschüttert.

Er hat sich gesehen wie er vor Gott steht. Und seine Bilanz, die er auf berlinerisch zieht, ist gar nicht lustig. Und denn stehste vor Gott dem Vater, sagt er, und der fragt dir ins Jesichte: Willem Voigt, wat haste jemacht mit deim Leben? Und da muss ick sagen- Fußmatte, muss ick sagen. Die hab ick jeflochten im Jefängnis und denn sind se alle druff rumjetrampelt.

Aber der sagt zu dir: Jeh wech! Dafür hab ick dir det Leben nich jeschenkt, sagt er. Wie gesagt, die Szene und die Frage haben mich als Junge sehr beschäftigt. Und Was bedeutet Heiligenverehrung in der katholischen Kirche? finde sie immer noch wichtig. Aber inzwischen glaube ich, Angst haben muss ich vor der Frage nicht. Denn ich glaube fest, dass Gott nicht in so einem Ton fragt, wie sich das Willem Voigt im Film vorgestellt hat: Der himmlische Richter herrscht ihn ja an wie ein General in der preußischen Armee.

Ich glaube, der Gott, den Jesus uns gezeigt hat, fragt anders. Er fragt, weil er sich liebevoll interessiert: Vielleicht, wie Eltern nach der Schule: Was hast Du erlebt? Wie ist es Dir gegangen? So könnte Gott fragen: Was hast Du aus Deinen Möglichkeiten gemacht? Hast Du sie genutzt oder brach liegen lassen? Ich glaube, dass Gott mich nicht bloßstellen will, sondern ins Licht setzen.

Für manches, was ich gemacht habe, muss ich mich wohl auch schämen, vielleicht auch für das, was ich leider nicht gemacht habe. Aber ich glaube auch, dass Gott seine Geschöpfe nicht wegschickt. Deshalb muss ich keine Angst haben vor der Verantwortung, die ich für mein Leben habe.

Maria: Marienverehrung

Aber ich bin auch sicher, dass Sie und ich verantwortlich sind. Und das ist ja auch gut. Es ist eben nicht egal, wie Was bedeutet Heiligenverehrung in der katholischen Kirche? leben, sondern wichtig. Sie und ich, jeder und jede hat sein und ihr eigenes Leben. Das ist einmalig Was bedeutet Heiligenverehrung in der katholischen Kirche?

kostbar. Und weil es so etwas Einmaliges ist, ist es nicht egal wie ich lebe. Wie lebt man dann gut, worauf kommt es an, damit man sein Leben nicht verhaut, sondern dass es gut wird? Jesus hat diese Fragen auch gestellt und seine Antworten oft in Geschichten verpackt.

In einer erzählt er von einem Gutsbesitzer. Bei Jesus ein Bild für Gott. Der geht für eine Zeitlang weg, kann sich nicht selber um sein Gut kümmern. Er überträgt die Verantwortung an Mitarbeiter, denen er vertrauen kann.

Sie sollen sich an seiner Stelle um sein Gut kümmern und sie sollen vor allem auch für die Arbeiter und anderen Mitarbeiter sozial und menschlich sorgen. Wenn ich Jesus richtig verstehe, dann meint er auch Sie und mich. Auch wir sind Menschen, denen der Gutsherr seinen Besitz übergibt. Gott verabschiedet sich eine Zeitlang. Er übergibt uns Menschen die Verantwortung für die Welt. Manchmal sieht es ja so aus, als hätte Gott seine Schöpfung ganz den Menschen überlassen.

Man spürt nichts von ihm. Aber zurück zur Geschichte, die Jesus erzählt hat. Man fragt sich ja, was passiert jetzt, wenn der Chef Verwalter einsetzt. Was machen die aus dem, was ihnen anvertraut ist? Aus der Welt und mit anderen Menschen. Jesus konnte sehr genau beobachten. Und er hat erzählt was er gesehen hat: Es gibt solche Verwalter und solche.

Es gibt die Klugen, Gewissenhaften und ehrlich Engagierten, die sich kümmern. Jesus hat von denen mit großer Hochachtung gesprochen. Wenn ich die Möglichkeiten, die Gott mir gegeben hat, klug, kreativ, menschenfreundlich und verantwortlich einsetze, dann habe ich allen Grund glücklich zu sein. Und Gott schätzt das auch. Jesus kennt aber auch die andere Seite in Menschen.

Und holen für sich selbst alles raus, was geht aus dem Gut ihres Chefs. Und manche behandeln ihre untergebenen Mitarbeitenden miserabel. Ja, Jesus hat genau beobachtet, wozu Menschen fähig sind. Viele spielen sich auf als Herren der Welt. Meinen sie seien was Besseres. Als gehörte ihnen die Welt. Jesus erzählt: Irgendwann kommt der Gutsbesitzer zurück und bringt ans Licht, wie jeder gelebt hat.

Denn er will wissen: Sind sie glücklich? Ich glaube: Das wird Gott nicht egal sein. Ihm wird sein Herr den Auftrag geben, die übrigen Diener zu beaufsichtigen und ihnen zur rechten Zeit die tägliche Verpflegung auszuteilen.

Der Herr wird ihn in Stücke hauen und ihn dorthin bringen lassen, wo die Treulosen bestraft werden. Beileibe nicht alle, ganz wenige sind das nur. Heute ist der katholische Feiertag Allerheiligen. Vor 500 Jahren hat Martin Luther Thesen verfasst, in denen er sich auch mit der Praxis der Heiligenverehrung kritisch auseinandergesetzt hat.

Ganz bewusst hat man den Tag vor Allerheiligen gewählt, um darauf den Thesenanschlag zu legen. Gottlob hat sich auch die katholische Kirche - nicht zuletzt durch die Kritik der Reformation - weiter entwickelt. Ich erinnere gern daran, dass Papst Franziskus erst vor zwei Wochen wieder eine ganze Gruppe heilig gesprochen hat. Diesmal katholische Christen aus Brasilien, die während der Hl. Messe überfallen und getötet wurden. Trotzdem frage ich: Vor vierhundert Jahren war das - und soll heute noch aktuell sein?

Für eine Heiligsprechung gibt es ein genau geregeltes Verfahren und klare Erwartungen. Andernfalls muss die Heiligkeit durch ein Wunder belegt werden, eine Heilung beispielsweise. Für diese Prüfung werden Fachleute herangezogen - Ärzte, Historiker, um genau einschätzen zu können, ob alle Bedingungen tatsächlich erfüllt sind. Das letzte Wort hat der Was bedeutet Heiligenverehrung in der katholischen Kirche?. Pro Verfahren kostet das ca. Wobei ärmere Länder das nicht selbst bezahlen müssen.

Trotzdem ist das viel Geld, finde ich. Es hört sich ein bisschen wie aus der Zeit gefallen an. Braucht es das heute noch? Es gibt doch so viele Probleme und Notlagen, wo die Kirche Zeit, Personal und Geld investieren könnte; wo sie dem viel näher kommt, was Jesus getan hat; und was sie zurecht auch von denen erwartet, die sich auf Jesus berufen. Wäre es nicht besser, das Geld den Armen direkt zu geben? Oder eine groß angelegte Aktion gegen den Hunger in der Welt zu starten?

Heilige sind fast immer Menschen, die genau so etwas getan haben. Sie werden deshalb heilig gesprochen, weil sie sich selbst nicht wichtig genommen, sondern anderen geholfen haben; manche bis in den Tod. Wie der polnische Priester Maximilian Kolbe. Oder Franz von Assisi, der so einfach wie möglich Was bedeutet Heiligenverehrung in der katholischen Kirche? hat, um auf die sozialen Unterschiede seiner Zeit hinzuweisen. Menschen wie sie sind echte Typen, christliche Charakterköpfe.

Bei ihnen kann man sehen, was möglich ist, wenn einer seinen Glauben ernst nimmt, wenn es radikal zur Sache geht. Heilige sind also in erster Linie Vorbilder. Heute, für die Probleme, die es bei uns gibt. Vorbilder dafür, wie man einen Streit, ein Problem in dem Sinne angeht, wie Jesus es auch getan hätte. Ich bin davon überzeugt, dass es solche Vorbilder unbedingt braucht. Bei ihnen kann man lernen, wie es funktioniert, die Worte von Jesus ernst zu nehmen und ihnen Taten folgen zu lassen.

Ich bin überzeugt, dass die Menschheit solche Vorbilder braucht: Frauen und Männer, die nicht lange überlegen, sondern praktisch helfen, wenn ihnen ein armer Mensch begegnet. Auch dann, wenn ihnen Nachteile drohen, setzen sie sich dafür ein, dass Feinde wieder miteinander in Kontakt Was bedeutet Heiligenverehrung in der katholischen Kirche?.

Oft geraten sie dabei zwischen die Fronten, aber das ist es ihnen wert, weil Jesus das Gleiche gemacht hätte. Besonders dort, wo ständig dieselben Probleme zwischen Menschen auftreten, beziehen sie klar Position: für den, der ungerecht behandelt wird, der zwischen die Räder zu kommen droht; dort, wo der Kreislauf von Gewalt und Gegengewalt nicht mehr aufhört.

Da verplempern sie nicht Zeit und Kraft mit umständlichen Verhandlungen, sondern sie tun was. Und das wirkt, weil es zeigt, dass mehr möglich ist, als man oft glaubt. Es kann tatsächlich Frieden geben. Barmherzigkeit funktioniert, wenn man sie übt. In den katholischen Gottesdiensten werden heute die Seligpreisungen der Bergpredigt gelesen.

Sie sind so etwas wie die programmatische Zusammenfassung dessen, was Jesus wichtig war, für was er gelebt hat. Es geht dabei um genau diese Frage: Wie muss der Mensch sein, dass er selig ist, dass man etwas von dem sonst unsichtbaren Heiligenschein sehen kann?

So heißt es in diesen wunderbaren Ausrufen. In ihnen klingt etwas von der heilen Welt an, die Menschen erreichen können, wenn sie das Richtige tun. Die Seligpreisungen sind keine Theorie. Jesus hat sie fürs ganz normale Leben gedacht. Dass es geht, davon erfährt man etwas in den Biografien der Menschen, die heilig gesprochen werden. Ich finde es wichtig, dass solche Menschen mit ihrer Geschichte nicht verloren gehen, sondern uns inspirieren, es auch zu probieren.

Dann ist es nämlich doch kein alter Zopf, dass bis heute Menschen heilig gesprochen werden. Das Potential, heilig zu sein, liegt in jedem Menschen. Gott hat in alles, was lebt, etwas von sich gelegt.

Im besten Fall kann man ein wenig davon sehen - einen Funken, der die Welt heller macht. Ich wünsche Ihnen einen schönen Feiertag. An sie erinnert die katholische Kirche heute - am Fest Allerheiligen. Vor 500 Jahren hat Martin Was bedeutet Heiligenverehrung in der katholischen Kirche? Thesen verfasst, in denen er sich auch mit der Praxis der Heiligenverehrung kritisch auseinandergesetzt hat. Ganz bewusst hat man den Tag vor Allerheiligen gewählt, um darauf den Thesenanschlag zu legen.

Gottlob hat Was bedeutet Heiligenverehrung in der katholischen Kirche? die katholische Kirche - nicht zuletzt durch die Kritik der Reformation - weiter entwickelt.

Trotzdem: Braucht es das heute noch, dass Menschen heilig gesprochen werden? Wäre es nicht besser, Zeit und Geld den Armen direkt zu geben, eine groß angelegte Aktion gegen den Hunger in der Welt zu starten? Heilige sind fast immer Menschen, die genau so etwas getan haben.

Sie werden deshalb heilig gesprochen, weil sie sich selbst nicht wichtig genommen, sondern anderen geholfen haben; manche bis in den Tod. Wie der polnische Priester Maximilian Kolbe. Heilige sind also in erster Linie Vorbilder für uns. Heute, mit den Problemen, die es bei uns gibt. Vorbilder dafür, wie man Was bedeutet Heiligenverehrung in der katholischen Kirche? Streit, ein Problem in dem Sinne angeht, wie Jesus es auch getan hätte. Ich bin davon überzeugt, dass es solche Vorbilder unbedingt braucht.

Frauen und Männer, die nicht lange überlegen, sondern praktisch helfen, wenn ihnen ein armer Mensch begegnet. Auch dann, wenn ihnen Nachteile drohen, setzen sie sich dafür ein, dass Feinde wieder miteinander in Kontakt kommen. Oft geraten sie dabei zwischen die Fronten, aber das ist es ihnen wert, weil Jesus das Gleiche gemacht hätte. In den katholischen Gottesdiensten werden heute an Allerheiligen die Seligpreisungen der Bergpredigt gelesen. Sie sind so etwas wie die programmatische Zusammenfassung dessen, was Jesus wichtig war, für was er gelebt hat.

Es geht dabei um genau diese Frage: Wie muss der Mensch sein, dass er selig ist, dass man etwas von dem sonst unsichtbaren Heiligenschein sehen kann? So heißt es in diesen wunderbaren Ausrufen. In ihnen klingt etwas von der heilen Welt an, die Menschen erreichen können, wenn sie das Richtige tun.

Die Seligpreisungen sind keine Theorie. Jesus hat sie fürs ganz normale Leben gedacht. Dass es geht, davon erfährt man etwas in den Biografien der Menschen, die heilig gesprochen werden. Das Potential, heilig zu sein, liegt in jedem Menschen. Gott hat in alles, was lebt, etwas von sich gelegt.

Im besten Fall kann man ein wenig davon sehen - einen Funken, der die Welt heller macht.

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